Bundesliga

Schonlau: "Was soll uns passieren? Schlimmer kann es nicht werden!"

Dem HSV bleibt nur noch die Hoffnung "auf ein Wunder"

Schonlau: "Was soll uns passieren? Schlimmer kann es nicht werden!"

Beim HSV regiert das Prinzip Hoffnung: Kapitän Sebastian Schonlau und Coach Tim Walter.

Beim HSV regiert das Prinzip Hoffnung: Kapitän Sebastian Schonlau und Coach Tim Walter. IMAGO/Ulmer/Teamfoto

Trainer Tim Walter hatte auf der Pressekonferenz auf die Frage, was ihm Hoffnung mache, das geantwortet, was er zuvor schon an den TV-Mikrofonen gesagt hatte: "Der Volkspark." Sein Sportvorstand Jonas Boldt weiß, dass die Stimmung allein nicht ausreichen wird, um den klaren Rückstand gegen einen individuell deutlich stärkeren Kontrahenten noch ausgleichen oder gar drehen zu können. "Wir spielen zu Hause und haben super Fans, aber es muss jetzt ein Wunder sein", erklärt der 41-Jährige.

Die klare Unterlegenheit am Donnerstagabend, die nächste personelle Schwächung durch die Rote Karte gegen Anssi Suhonen erhöhen die Wunder-Wahrscheinlichkeit nicht - dennoch beschwören Walters Spieler den besonderen Geist in ihrer Gruppe. "Aufgegeben", sagt Sebastian Schonlau, "haben wir noch nie, in den Jungs steckt richtig, richtig viel."

Aber reicht das angesichts der seit dem Hinspiel vorherrschenden Aussichtslosigkeit? Schon Sandhausen und die Minuten nach dem eigenen 1:0-Sieg waren ein mentaler Tiefschlag, vier Tage später nun folgte der nächste, der das Ziel Bundesliga in fast unerreichbare Ferne gerückt hat. "Was soll uns jetzt noch passieren", fragt der Kapitän und Abwehrchef und gibt die Antwort selbst: "Schlimmer kann es nicht werden." Aber wie soll es besser werden?

STUTTGART, GERMANY - JUNE 01: Tim Walter, Head Coach of Hamburger SV, reacts during the Bundesliga playoffs first leg match between VfB Stuttgart and Hamburger SV at Mercedes-Benz Arena on June 01, 2023 in Stuttgart, Germany. (Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

Was macht Walter noch Mut? "Der Volkspark"

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In Hamburg regiert das Prinzip Hoffnung

Daniel Heuer Fernandes war in Stuttgart der einzige Hamburger in Bundesligaform, hat mit mehreren Großtaten im Alleingang dafür gesorgt, dass die Chancen auf ein Wunder vor dem Rückspiel zumindest noch theoretischer Natur sind. "Jeder, der unseren Weg in der jüngeren Vergangenheit verfolgt hat, weiß, dass wir mit Rückschlägen umgehen können", sagt der Keeper. Und doch wirken er und seine Kollegen, als sei Stuttgart der eine Rückschlag zu viel gewesen. Und der VfB eine Nummer zu groß, um tatsächlich nochmal einen Fuß in die Tür zu bekommen. "Vielleicht gelingt uns am Montag ein Start in die Partie wie den Stuttgartern im Hinspiel", sagt Heuer Fernandes. In Hamburg regiert das Prinzip Hoffnung. Auf ein Wunder.

Sebastian Wolff

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