2. Bundesliga

Schonlau kehrt zurück - und stimmt den Bossen zu

HSV-Kapitän warnt: "Wir dürfen jetzt nicht denken, dass alles super ist"

Schonlau kehrt zurück - und stimmt den Bossen zu

HSV-Kapitän Sebastian Schonlau kehrt nach Rotsperre wieder zurück.

HSV-Kapitän Sebastian Schonlau kehrt nach Rotsperre wieder zurück. IMAGO/Baering

Der 28-jährige Abwehr-Chef hat seine Rotsperre aus dem Stadtderby gegen St. Pauli (0:3) verbüßt - und natürlich registriert, wie die zuvor so sichere Abwehr (nur sieben Gegentore in elf Ligaspielen mit ihm) in den "dreieinhalb" Partien ohne ihn zwölf Gegentreffer hinnehmen musste. "Ich will das nicht allein an meinem Fehlen festmachen", sagt Schonlau, "es haben auch andere gefehlt: Moritz Heyer, Bakery Jatta, zwischendurch auch Robert Glatzel. Es gibt sicher ein, zwei Eckpfeiler, die unsere Mannschaft braucht." Und der Ex-Paderborner ist einer von ihnen. Das wurde während seiner Abwesenheit mehr noch an seinem Nebenmann Mario Vuskovic als an seinem Vertreter Jonas David deutlich. Während sich der Platzhalter nach auch aufgrund fehlender Spielpraxis wackligem Start zuletzt stabilisierte, büßte Vuskovic viel von seiner Souveränität ein.

Dass ohne ihn nicht nur die Zahl der Gegentore (zu) hoch war, sondern auch die Anzahl der Erfolge bis zum vergangenen Sonntag zu gering ausgefallen ist, verhehlt Schonlau nicht. "Wir hatten Spiele, wo die Ergebnisse und auch die Leistungen nicht so waren, wie wir uns das vorstellen." Sportvorstand Jonas Boldt und Trainer Tim Walter hatten den Fokus für das Wesentliche in dieser Phase vermisst, und der Führungsspieler stimmt ihnen zu. "Wenn sie das sagen, stimmt es sowieso", erklärt er mit einem Augenzwinkern, fügt aber an: "Es stimmt in jedem Fall. Wir müssen uns auf unsere Basics konzentrieren und nicht rumträumen. Und wir dürfen jetzt nach dem Sieg in Paderborn nicht denken, alles ist super, sondern wir müssen genauso hart arbeiten wie davor."

Schonlau über Rang zwei: "Mindestens den wollen wir nicht mehr hergeben"

Denn die Zielsetzung vor den noch ausstehenden Partien gegen Regensburg, Greuther Fürth und Sandhausen ist klar. "Auch, wenn die Tabelle erst am Ende wirklich wichtig wird, steht sie nach dem Hinrundenende dieses Mal deutlich länger als sonst da, und natürlich ist der Blick darauf dann angenehmer, wenn wir oben stehen." Schonlaus Ansage: "Wir sind jetzt auf Platz 2, und mindestens den wollen wir nicht mehr hergeben."

Sebastian Wolff

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