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Scholz will nun Verstärkungen holen

A. Hannover: Probleme in der Offensivabteilung

Scholz will nun Verstärkungen holen

Bisher nur 13 Punkte aus 15 Partien lassen die Arminen trotz des milden Winters frieren. Der Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz wächst. "Wenn wir schlecht spielen, dann verlieren wir. Spielen wir gut, dann gewinnen wir auch nicht", fasst Trainer Hilger Wirtz das Dilemma zusammen. Statistik ist nicht immer aussagekräftig, doch in diesem Falle eindeutig. Das Torverhältnis von 9:21 gibt dem Dilemma Kontur. Weniger torhungrig als die Arminia war nur der VfL 93 Hamburg mit nur acht Treffern. Angesichts dieser Torarmut nutzt es nichts, dass bei 21 Gegentoren nur vier Teams weniger hinnehmen mussten.

Dass es schwer werden würde, wussten die Arminen. Die Sparzwänge halten den Klub weiterhin eisern im Griff und verhinderten, den vergangene Saison erfolgreichen Kader zusammenzuhalten und qualitativ zu verbessern. Wirtz stand mal wieder vor einem Neuaufbau. Im Rahmen dessen verlief die Entwicklung beileibe nicht nur negativ - siehe etwa die Defensivwerte. Es ist jedoch nicht schwer zu erraten, dass im Spiel nach vorne Qualität fehlt, obwohl die nötigen Torchancen durchaus vorhanden waren.

Ein Grund dafür ist, dass erfahrenes Offensivpersonal wie Philippe Harms oder Tugay Tasdelen unter seinen Möglichkeiten bleibt. Vielleicht auch eine Folge, dass der Kader in der Breite zu dünn besetzt ist. Alternativen gibt es nur wenige, ein förderlicher Konkurrenzkampf findet kaum statt.

"Wir werden uns verstärken, wenn es finanziell machbar ist", kündigt Klubchef Jürgen Scholz an. Mit dem vielseitig einsetzbaren Gürman Agac steht der erste Neue für die Rückrunde fest. Bis dahin heißt es, Anschluss an die rettenden Plätze zu finden und auf ein Frühlingserwachen zu hoffen.

Dieter Kösel