Regionalliga

Schock in Aachen: Beim Regionalligisten TSV Alemannia steht die nächste Insolvenz an

Erneuter Bankrott nach 2013

Schock in Aachen: Nächste Insolvenz steht an

Schlechte Nachrichten am Tivoli: Der ehemalige Bundesligist Alemannia Aachen steht wieder vor der Insolvenz.

Schlechte Nachrichten am Tivoli: Der ehemalige Bundesligist Alemannia Aachen steht wieder vor der Insolvenz. imago

Laut Angaben der Verantwortlichen sei dieser Schritt erforderlich geworden, nachdem trotz intensivser Bemühungen die Deckungslücke im Etat nicht geschlossen werden konnte. Zwar stand der Klub in Verhandlungen mit einer Investorengruppe, diese waren allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Auch ein diskutierter Verkauf des Stadionnamens blieb offenbar ergebnislos.

Die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit einem starken Partner die Rückkehr in den Profifußball zu forcieren, scheiterte trotz guter sportlicher Leistungen hauptsächlich an der Ablehnung der Fans. Allerdings soll auch die Rechtsunsicherheit ein weiterer entscheidender Faktor gewesen sein.

Alemannia Aachen - Vereinsdaten
Alemannia Aachen

Gründungsdatum

16.12.1900

Vereinsfarben

Schwarz-Gelb

Der erneute Insolvenzantrag stellt nur die Spitze des Eisbergs bei der Alemannia dar. Der ehemalige Bundesligist plagte sich schon länger mit finanziellen Problemen herum. Bereits vor drei Jahren stand der Traditionsverein vor dem Zusammenbruch , verlor damals sein Stadion. Auch in der bisherigen Saison wurden die Schwarz-Gelben von mehreren Rückschlägen getroffen, unter anderem hatte der Hauptsponsor fristlos gekündigt. Im Aachener Umfeld war dadurch öfters von einem Defizit im mittleren sechsstelligen Bereich die Rede.

Steinborn: "Für uns alle ein schwerer Schritt"

"Wir bedauern zutiefst, dass diese Maßnahmen trotz des unermüdlichen Einsatzes von Mitarbeitern und der Unterstützung unserer Sponsoren, denen wir zu Dank verpflichtet sind, alternativlos geworden sind", erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Christian Steinborn. "Der Insolvenzantrag ist ein für alle sehr schwerer Schritt, stellt aber in der schwierigen Gesamtsituation die einzige Handlungsalternative dar", so Steinborn weiter. Darüber hinaus sicherte er den zukünftigen Verantwortlichen jedmögliche Unterstützung zu, "um diesem einzigartigen Klub doch noch eine wirtschaftliche Perspektive zu ermöglichen".

Der Verein erwartet, dass das Gericht nun einen vorläufigen Insolvenzverwalter ernennen und die ersten Weichen zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs stellen wird. Der TSV Alemannia Aachen e.V. soll durch den Antrag nicht betroffen werden, muss dennoch mit einem Abzug von neun Punkten rechnen. Aachen, momentan mit 42 Zählern auf Rang vier der Regionalliga West, würde damit bis auf den elften Platz durchgereicht werden.

kon