Bundesliga

Augsburg dreht auf nach Halbzeitansprache von Trainer Schmidt

Halbzeitansprache als Schlüssel zum Sieg gegen Werder

Schmidt wird laut - Augsburg dreht auf

FCA-Trainer Martin Schmidt brachte seine Mannschaft mit der passenden Halbzeitansprache auf Kurs.

FCA-Trainer Martin Schmidt brachte seine Mannschaft mit der passenden Halbzeitansprache auf Kurs. imago images

Bereits unter der Woche hatte Schmidt immer wieder betont, wie wichtig die Partie gegen Werder Bremen sei. Eigentlich waren seine Augsburger gut im Spiel, doch nach dem unglücklichen Eigentor von Tin Jedvaj schwand das Selbstvertrauen: "Das Tor hat dazu geführt, dass wir etwas verunsichert waren und die erste Halbzeit dann nicht besser wurde."

Mit einem Pfeifkonzert wurden die Fuggerstädter in die Kabinen begleitet. "Die Pfiffe haben unglaublich weh getan." Deshalb sah sich der 52-Jährige gezwungen zu handeln. "In der Pause war der Fakt ganz klar, der Gegner ist bis auf drei Punkte an uns dran, es muss was gehen. Das Spiel ist sehr wichtig und wir müssen das gewinnen. Ich glaube, das habe ich dem Team auch deutlich formuliert."

Schmidt, der helfende Mentor, wird laut

Schmidt, der sich sonst eher als "helfender Mentor" mit "normalem, ruhigem Ton" versteht, musste diesmal bei der Halbzeitansprache ordentlich am Lautstärkeregler drehen, "das war glaube ich vonnöten." Der Torschütze zum 1:1, Florian Niederlechner, sagte nach dem Spiel, dass die Mannschaft genau diese Ansprache gebraucht hätte: "So laut war es schon lange nicht mehr, aber es war genau das Richtige, er hat uns wach gemacht." Auch dem Siegtorschützen Ruben Vargas habe die Halbzeitansprache "gut getan". Der Schweizer und seine Mitspieler hätten "das, was er (Anm. d.: der Trainer) verlangt hat, in der zweiten Halbzeit umgesetzt".

Das Team zeigte also die von Schmidt erhoffte Reaktion. Nach dem Spiel war seine ruhige Seite wieder da und er fasste sachlich zusammen: "Spiel gedreht und neun Punkte Abstand herstellen können." Für das nächste Spiel, am Freitag um 20.30 Uhr gegen Frankfurt, hofft der Trainer nun auf den entsprechenden Rückenwind - und wenn dieser ausbleibt, gibt es ihn in der Halbzeitpause bestimmt wieder vom Trainer.

sts