2. Bundesliga

1. FC Heidenheim: Die Frage, "was man noch verbessern kann"

FCH-Coach gibt sich in Sachen Zuschauerzahl zuversichtlich

Schmidt und die eigenartige Frage, "was man noch verbessern kann"

Heidenheims Trainer Frank Schmidt ist mit der bisherigen Saison seines Teams sehr zufrieden.

Heidenheims Trainer Frank Schmidt ist mit der bisherigen Saison seines Teams sehr zufrieden. imago images/Ulrich Hufnagel

In einem Vereinsinterview des 1. FC Heidenheim hat sich Coach Schmidt angesichts der starken ersten 18. Spieltage positiv geäußert. Platz 6 und 30 Punkte, das ist für die Schwaben ein gutes Ergebnis. Die Testspielsiege in der "sehr kurzen und knackigen" Wintervorbereitung gegen die belgischen Erstligisten Beerschot (2:1) und Leuven (3:1) unterstrichen die gute Form zusätzlich.

Schwachpunkt Chancenverwertung

Schon der Jahresabschluss gelang, als der SC Paderborn mit 2:1 besiegt worden war und somit auch in der Tabelle überholt werden konnte. Weshalb Schmidt auf Nachfrage nach Verbesserung zunächst entgegnete: "Es ist schon eine Eigenart immer darüber zu reden, was man eigentlich noch verbessern kann, wenn man nach 18 Spieltagen punktgleich mit dem Hamburger SV, Schalke 04 und dem 1. FC Nürnberg dasteht." Nicht nur die Enge der Liga werde dadurch dargestellt, sondern eben auch das gute Abschneiden der Heidenheimer. 

Das Team vom Schlossberg ist aber "natürlich nicht perfekt". Vor allem die Chancenverwertung Heidenheims gibt Trainer Schmidt zu denken. Die Vielzahl an herausgespielten Gelegenheiten müsse das Team fortan effektiver verwerten, moniert der 48-Jährige. Grundsätzlich ist Schmidt sehr zufrieden, will aber (noch) nicht mit dem Aufstieg liebäugeln. Zwar gebe es keine "Übermannschaft" in der Liga ("vielleicht mit Ausnahme des FC St. Pauli"), für ihn und seine Mannschaft gehe es aber nur um das Erreichen der 40-Punkte-Marke.

Nicht so viel reden, sondern unseren Job zu machen, gut zu spielen und dadurch auch möglichst viel zu punkten.

Frank Schmidt

Am Ende der Spielzeit will Schmidt schlicht "so gut wie möglich dastehen." Nicht so wie "sechs oder sieben Mannschaften in der Liga, die das klare Ziel vor Augen haben, aufzusteigen." Ab sofort gelte wieder, "nicht so viel zu reden, sondern unseren Job zu machen, gut zu spielen und dadurch auch möglichst viel zu punkten." Auch wichtig sei dafür, "nach einer Niederlage direkt wieder da zu sein und im nächsten Spiel dafür erfolgreich zu sein."

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Das nächste Spiel steht am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) an. Gegen Ingolstadt geht der FCH als Favorit in das Duell, es sehe ja auch so aus, "dass es schwer für sie wird, die Klasse zu halten", so Schmidt. Dennoch ist Vorsicht geboten. Der neue Coach Rüdiger Rehm sowie die jüngsten Veränderungen im Kader bringen "neue Impulse", was beim ersten Saison-Heimsieg der Schanzer gegen Dresden zu sehen war.

Schmidt rechnet bald wieder mit mehr als 500 Zuschauern

Schmidt ist sich jedoch sicher, dass sein Team gute Karten hat - solange es seine Stärken einbringe und mit "Aktivität und Geduld" gegen den defensiv- und umschaltstarken Gegner vorgehe. Selbst bei einem durchaus möglichen Rückschlag. Die zugelassenen 500 Zuschauer könnten laut Schmidt dabei eine sehr wichtige Rolle einnehmen. Der Trainer geht außerdem davon aus, "dass es in den nächsten Wochen wieder mehr sein werden. Der deutsche Profifußball hat bewiesen, dass es mit einem gut ausgearbeiteten Hygienekonzept möglich ist, in verantwortungsvollem Rahmen Zuschauer in die Stadien zu lassen."

mje

Streich rückt vor: Trainerdynastien in Deutschland