3. Liga

MSV Duisburg: "Das gibt es nicht zu entschuldigen"

Nach der 0:6-Heimpleite gegen 1860

Schmidt: "Das, was hier passiert ist, gibt es nicht zu entschuldigen"

Hagen Schmidt zeigte sich nach dem 0:6 gegen 1860 München sichtlich verärgert.

Hagen Schmidt zeigte sich nach dem 0:6 gegen 1860 München sichtlich verärgert. IMAGO/Eibner

Nach zwei Siegen in Folge gegen die direkte Konkurrenz wollte der MSV Duisburg vor 12.000 Zuschauern gegen 1860 München den Klassenerhalt perfekt machen - doch die Duisburger Fans im Stadion wurden bitter enttäuscht. Die einzige Mannschaft, die an diesem Sonntagnachmittag in der Schauinsland-Reisen-Arena feiern konnte, waren die Gäste, die beide Halbzeiten dominierten und verdient mit 6:0 gewannen.

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel zeigte sich Zebra-Coach Hagen Schmidt sichtlich verärgert von der Leistung seiner Mannschaft. "Das, was hier passiert ist, gibt es nicht zu entschuldigen. Das war eine Nicht-Leistung von vorne bis hinten", schimpfte der 52-Jährige.

Schmidt ließ seine Elf anders als in der bisherigen Saison anstatt in einem 3-4-3-System mit einer Viererkette auflaufen - ein Wechsel, der schnell bestraft wurde. Die Mannschaft schien mit der Umstellung von Beginn an komplett überfordert und kassierte in den ersten 22 Minuten bereits drei Gegentreffer, bevor Schmidt zurück zum gewohnten System wechselte. Angesprochen auf die Probleme seiner Mannschaft mit der taktischen Veränderung wollte der Trainer keinen seiner Spieler in Schutz nehmen: "Die Umstellung von einer Dreier- auf eine Viererkette sollte für einen Fußballer keine derart große Schwierigkeit darstellen. Wenn das für jemanden ein Problem ist, spielt er in der falschen Liga".

Wir hatten eine Idee, die nicht funktioniert hat, aber so einfach will ich es den Spielern auch nicht machen.

Hagen Schmidt

Eine Teilschuld nahm der Trainer aufgrund des Systemwechsels dann doch auf sich und sein Trainerteam. "Die ersten 30 Minuten gehen auf meine Kappe. Wir hatten eine Idee, die nicht funktioniert hat, aber so einfach will ich es den Spielern auch nicht machen". Als größte Problemstelle des Teams über die komplette Partie hinweg identifizierte er das Spiel seiner Mannschaft gegen den Ball, das er als "einzige Katastrophe" beschrieb und das den restlichen Mannschaftsteilen den Zahn zog.

"Es hat ins Bild gepasst, dass auch die klarsten Möglichkeiten kläglich vergeben wurden"

Hagen Schmidt

Trotz allen Ärgers gab zumindest die Offensivabteilung etwas Grund zur Hoffnung für die abschließenden Spiele der Saison gegen Mannheim, Freiburg und Verl. Die guten Möglichkeiten durch Pusch und Yeboah in der ersten Hälfte, sowie abermals Yeboah in der zweiten Hälfte seien das Positive, das man laut Schmidt aus der Partie ziehen könne. "Dennoch hat es heute ins Bild gepasst, dass auch die klarsten Möglichkeiten kläglich vergeben wurden."

Um bei den kommenden Aufgaben bestehen zu können, müsse man sich nun also "Schütteln und an den richtigen Schrauben drehen", wie man es in Duisburg aus den vergangenen Monaten bereits gewohnt sei. Beginnen soll dies bereits am Mittwoch im Landespokal Niederrhein gegen den SV Straelen, bevor am Montag gegen Mannheim der nächste Anlauf zur Sicherung des Klassenverbleibs starten soll.

kon

Die Trainer in der 3. Liga