Bundesliga

Schmelzer nimmt Schuld für Gegentor auf sich

Dortmund: "Müssen auch mal in Führung gehen"

Schmelzer nimmt Schuld für Gegentor auf sich

"Ohne Gegentor wäre das Spiel in eine andere Richtung gegangen": Marcel Schmelzer gibt sich selbstkritisch.

"Ohne Gegentor wäre das Spiel in eine andere Richtung gegangen": Marcel Schmelzer gibt sich selbstkritisch. imago

Wenn nach einem Dortmunder Spiel Analysen gefragt sind – Marcel Schmelzer liefert sie. Ehrlich. Ungeschminkt. Ohne nur durch die schwarz-gelbe Brille zu schauen. In Köln warf sich der BVB-Kapitän selbst das Büßerhemd über. "Das Gegentor", seufzte er, "ist nur durch meinen Fehler gefallen".

Nicht eine Sekunde kam Schmelzer hinterher auf die Idee, Erik Durms Rolle in dieser 28. Minute kritisch zu beleuchten. Durm fiel in eine Art von Sekundenschlaf, als Modeste für Rudnevs servierte – und der Kölner Stürmer die Einladung dankend annahm. "Ich darf vorher den Ball nicht verlieren, und ich darf nicht Foul spielen", gestand Schmelzer.

Vermutlich hätte dem Dortmunder Außen-Seiter sein Missgeschick gründlich die Wochenendlaune verhagelt, wenn Marco Reus nicht kurz vor Ende der regulären Spielzeit ausgeglichen hätte. Darüber war Schmelzer "persönlich froh", wie er später erzählte. "Wenn ich diesen Fehler nicht gemacht hätte oder wir mit einem 0:0 in die Pause gegangen wären, dann wäre das Spiel in unsere Richtung gelaufen."

Wie zuvor schon gegen Warschau, Frankfurt, Gladbach und Madrid geriet seine Borussia auch am Samstag in Köln mit 0:1 in Rückstand. Auf ein sechstes Mal kann Schmelzer gut verzichten. "Wir müssen auch mal in Führung gehen", sagt er, "dann würde unser Spiel wieder besser."

Thomas Hennecke

Viel Kampf, wenig Fußball - BVB-Inkonstanz bleibt

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