EM

Christian Eriksen: Peter Schmeichel kritisiert "lächerliche" UEFA

Nach Zusammenbruch von Eriksen

Schmeichel kritisiert "lächerliche" Optionen der UEFA

Europameister mit Dänemark 1992: Peter Schmeichel.

Europameister mit Dänemark 1992: Peter Schmeichel. imago images

Nach dem Zusammenbruch von Christian Eriksen kurz vor der Halbzeit des EM-Spiels zwischen Dänemark und Finnland hatten beide Mannschaften das Spielfeld verlassen und mit 107-minütiger Unterbrechung weitergespielt, nachdem klar war, dass Eriksen "stabilisiert" wurde.

Laut Dänemarks Trainer Kasper Hjulmand gab es von Seiten der UEFA "keinen Druck", das Spiel wieder anzupfeifen, aber eben auch nur zwei Optionen. "Das Spiel fortzusetzen oder morgen um 12 Uhr zu spielen. Aber jeder wollte heute weiterspielen." Vor allem, weil "die Spieler sich sicher waren, heute nicht mehr schlafen zu können. Morgen zu spielen, hätte die Situation noch schwerer gemacht."

Hjulmand weiter: "Ehrlicherweise waren Spieler auf dem Feld, die komplett fertig waren. Emotional fertig und erschöpft. Es ist nicht normal, so ein Spiel zu spielen, wenn einer deiner Freunde wegen einer Sache am Herzen leidet. Ich kann mir nicht vorstellen, so ein Spiel zu spielen. Wir werden Therapie-Sitzungen anbieten, und es gibt Leute, die uns helfen werden."

Europameister Peter Schmeichel, Vater von Torhüter Kasper, nannte die Optionen der UEFA bei der "BBC" "lächerlich". Er habe das "nicht verstehen" können.

Auch ZDF-Experte und Gladbach-Profi Christoph Kramer wählte deutliche Worte. "Das ist absoluter Wahnsinn, das hätte niemals passieren dürfen." Ähnlich formulierte es die dänische Ikone Michael Laudrup: "Ich respektiere, dass unsere Mannschaft und auch die Finnen es geschafft haben weiterzuspielen. Aber wenn so etwas passiert, sind sie voller Emotionen und haben nicht die Übersicht, um wichtige Entscheidungen zu treffen. Es muss jemanden geben, der dann sagt: 'Wir hören hier auf.'"

mkr