Bundesliga

Keven Schlotterbeck und Manuel Gulde: Zwei Gewinner beim SC Freiburg

Freiburg: Sallai vor der Trainingsrückkehr, Kwon im Aufbau

Schlotterbeck und Gulde: Zwei Gewinner im Streich-Team

Gewinner beim SC Freiburg: Keven Schlotterbeck (li.) und Manuel Gulde (re.).

Gewinner beim SC Freiburg: Keven Schlotterbeck (li.) und Manuel Gulde (re.). imago images (2)

Keven Schlotterbeck trauert dem in Augsburg verpassten zweiten Saisonsieg noch ein wenig hinterher. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht über 90 Minuten. Augsburg hat, glaube ich, zwei-, dreimal aufs Tor geschossen. Es ist sehr schade, dass wir so ein abgefälschtes Gegentor bekommen haben. Man kann von zwei verlorenen Punkte sprechen, die drei Punkte hätten uns sehr geholfen, auch für unser Selbstbewusstsein", sagte der Innenverteidiger in einem Interview mit dem Vereins-TV.

Sein eigenes Selbstbewusstsein und auch das des Teams dürften dennoch gestiegen sein - wegen der guten Leistung beim FCA, der kollektiven und der persönlichen. Bei seiner Startelfpremiere in dieser Saison überzeugte Schlotterbeck, der sich in der Vorbereitung eine Muskelverletzung zugezogen hatte und deshalb zum Start fehlte, als Mittelmann der Dreierkette mit Ruhe am Ball und Übersicht. Die Mannschaft habe wieder die Mentalität gezeigt, es dem Gegner im Spiel zu schwer wie möglich zu machen, findet Schlotterbeck: "Wir sind schnell hinter den Ball gekommen, waren nicht zu spät, sondern direkt am Mann und insgesamt besser in den Zweikämpfen."

Das galt auch für Manuel Gulde, der seinen dritten Einsatz in der Anfangsformation seit Sommer absolvierte. Trainer Christian Streich bot den 29-Jährigen immer dann auf, wenn er hinten auf drei Innenverteidiger setzte. Nach den Niederlagen bei den Topteams Dortmund (0:4) und Leipzig (0:3) führte das in Augsburg erstmals zu einem Punktgewinn. Während Gulde schon in Leipzig eine persönlich befriedigende Leistung zeigte (kicker-Note 3), verteidigte er auch diesmal aufmerksam, der Rechtsfüßer scheute jedoch in der ungewohnten Rolle als linkes Glied der Kette im Spielaufbau manches Mal das Risiko (Note 3,5).

Gulde trainiert normal, Sallai vor Rückkehr, Kwon im Aufbau

Während Philipp Lienhart das Trio rechts komplettierte, musste die andere Stammkraft, Dominique Heintz, erstmals in dieser Spielzeit zu Beginn mit einem Platz auf der Bank Vorlieb nehmen. Der Linksfüßer wurde allerdings in der 83. Minute für den angeschlagen wirkenden Gulde eingewechselt. Entwarnung gab der Sport-Club jedoch am Dienstag, als nach dem für die Profis freien Montag zwei Einheiten anstanden: Gulde habe sich nicht verletzt, er trainiere ganz normal.

Im Verlaufe der Woche soll dann auch wieder die bisherige Offensiv-Stammkraft Roland Sallai ins Mannschaftstraining einsteigen. Der ungarische Nationalspieler hatte in Augsburg wegen muskulärer Probleme gefehlt. Nach seiner COVID-19-Infektion und vergangenen Mittwoch beendeter Quarantäne befindet sich Chang-Hoon Kwon im Aufbautraining.

Carsten Schröter-Lorenz