Bundesliga

Schlotterbeck: "Saison soll besser werden als letzte Jahre"

Neuer BVB-Innenverteidiger über die Abwehrprobleme und die Spielweise

Schlotterbeck: "Saison soll noch besser werden als die letzten Jahre"

Innenverteidiger Nico Schlotterbeck kam für eine Basisablöse von rund 20 Millionen Euro aus Freiburg nach Dortmund.

Innenverteidiger Nico Schlotterbeck kam für eine Basisablöse von rund 20 Millionen Euro aus Freiburg nach Dortmund. IMAGO/Kirchner-Media

Aus dem Trainingslager des BVB in Bad Ragaz/Schweiz berichtet Patrick Kleinmann

Ein wacher, offener Blick in die Runde, eine kurze Begrüßung - "Hi! Nico!" - und dann hat Dortmunds neuer Innenverteidiger eine Menge zu erzählen. "Ich bin ein eigener Typ, gehe sehr selbstbewusst ins Spiel und übernehme gerne Verantwortung", sagt der 22-Jährige und lässt der Ankündigung Worte folgen.

"Hier sind fast nur Nationalspieler. Aber es macht sehr viel Spaß, sich mit den Besten zu messen", geht er den Konkurrenzkampf nicht nur in der Abwehr optimistisch an. Mit Niklas Süle und Mats Hummels kämpfen zwei gestandene und deutlich erfahrenere Profis mit ihm um mutmaßlich zwei Plätze in der Viererkette. "Ich kann viel von den beiden lernen, weil sie über viele Jahre Top-Leistungen gebracht haben", findet Schlotterbeck: "Wie sie ins Spiel gehen, wie sie sich im Training vorbereiten." Das könne aber auch gegenseitig sein: "Ich glaube, dass sie auch von mir lernen können. Das ist eine Win-win-Situation. Top, dass ich zwei so erfahrene und gestandene Profis vor mir habe, ich probiere meinen Weg mit einzubringen."

Das Spiel des BVB muss Kraft ausstraheln, findet Schlotterbeck

Den leichten körperlichen Rückstand gegenüber den Frühstartern um Hummels hat der Nationalspieler so gut wie aufgeholt, auch dafür war das intensive Trainingslager in Bad Ragaz da. Ohnehin, in drei Wochen Urlaub "verliert man nicht so viel, weil man nach einer Woche wieder laufen geht." Einzig mit dem Ball habe er zwei Tage Anlaufzeit gebraucht, weil er den in der kurzen Sommerpause nicht am Fuß gehabt habe.

Die Grundlagen für die Saison werden gelegt - denn das Spiel von Borussia Dortmund muss Kraft ausstrahlen, findet er. "Hochintensiver Fußball ist der Schlüssel. Wenn du nicht jedes Mal deine Top-Leistung abrufst, egal ob in der Bundesliga, in der Champions League oder im Pokal, wirst du bestraft", sagt Schlotterbeck. Was ist noch wichtig? "Zum Zweiten soll es dominanter Fußball ein. Wenn du den ausstrahlst, viele Tore schießt und wenige kassierst, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du die Spiele gewinnst." Und "daran haben wir in den vergangenen eineinhalb Wochen sehr viel gearbeitet. Wenn du im konditionellen Bereich gut aufgestellt bist, kannst du intensiven Fußball spielen. Das hat Dortmund immer ausgezeichnet. Das wollen wir noch einen Ticken verbessern, dass die Saison noch besser wird als die letzten Jahre."

Fünf Minuten ohne Ball? Für den 22-Jährigen nicht schlimm

Ein Schlüssel dafür soll auch eine verbesserte Abwehrleistung werden. "Dortmund ist ein Verein, der sehr viel den Ball hat. Solche Mannschaft werden vielleicht ungeduldig, wenn sie mal zwei, drei Minuten gegen den Ball arbeiten müssen und dann vielleicht zu aktiv gegen den Ball arbeiten und nicht mehr in der Grundordnung stehen", sagt Schlotterbeck und wirbt für mehr Geduld: "Ich als Innenverteidiger finde das nicht schlimm, wenn wir fünf Minuten in die eigene Hälfte gedrückt werden, aber dabei immer in der Kompaktheit stehen und Druck auf den Ball ausüben. Das muss man reinbekommen, dass es nicht schlimm ist, mal nicht den Ball zu haben und aus der Grundordnung mit unseren schnellen Außen und Stürmern über einen Konter kommt."

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