Tennis

Hamad Medjedovic gewinnt NextGen Finals

Fünfsatz-Sieg gegen Arthur Fils

Schlechtester Sieger und Ass-Rekord: Medjedovic gewinnt NextGen Finals

Freudenschrei: Hamad Medjedovic.

Freudenschrei: Hamad Medjedovic. Getty Images

Hamad Medjedovic hat den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere gefeiert. Der 20-Jährige gewann das Finale der NextGen Finals im saudi-arabischen Dschidda gegen den favorisierten Franzosen Arthur Fils in vier Sätzen mit 3:4 (6:8), 4:1, 4:2, 3:4 (9:11) und 4:1.

Fils erwischte den besseren Start, holte sich den umkämpften ersten Satz dann auch im Tiebreak, anschließend aber steigerte sich Medjedovic, der gut servierte und auch stark retournierte. Sein Lohn: Jeweils ein Break in Satz zwei und drei, was ihm schlussendlich die Führung einbrachte.

Der vierte Durchgang war dann wieder völlig ausgeglichen, auch weil der Franzose kämpfte und im Tiebreak abermals die besseren Nerven bewies - der 19-Jährige wehrte in diesem gar zwei Matchbälle ab.

Im Entscheidungssatz aber folgte wieder der Einbruch des Weltranglisten-36., während Medjedovic zurück in die Spur fand und sich nach 2:11 Stunden den Sieg holte. "Ich kann nicht glauben, dass ich gewonnen habe", sagte der Serbe nach seinem Sieg und ergänzte: "Das wird mir Selbstvertrauen für 2024 geben."

Zwei Rekorde für Mejdedovic

Der Turniersieg beschert dem Serben, der bei den NextGen Finals kein einziges Spiel verlor und über mit über das Turnier hinweg 69 geschlagenen Assen einen neuen Turnierrekord aufstellte, zudem ein Preisgeld von 514.000 US-Dollar, was einer Verdopplung alle seiner bislang gewonnenen Preisgelder gleichkommt - bis dato hatte er in seiner gesamten Karriere rund 420.000 US-Dollar eingespielt.

Mit seinem Sieg tritt Medjedovic in große Fußstapfen, vor ihm hatten das Turnier bereits Stefanos Tsitsipas (2018), Jannik Sinner (2019) und Carlos Alcaraz (2021) gewonnen. Im vergangenen Jahr hatte Brandon Nakashima (USA) triumphiert. Medjedovic, der sich 2023 von Weltranglistenplatz 225 bis zur Nummer 110 vorgearbeitet hat, ist aber auch der am schlechtesten eingestufte Turniersieger der NextGen Finals in der Geschichte.

drm