Int. Fußball

Jan Schlaudraff vor Anstellung bei SKN St. Pölten

Ex-Hannoveraner soll Sportchef bei österreichischem Zweitligisten werden

Schlaudraff vor Anstellung bei Wolfsburgs Kooperationspartner St. Pölten

Häufig auch in Wolfsburg zu Gast: Jan Schlaudraff.

Häufig auch in Wolfsburg zu Gast: Jan Schlaudraff. imago images/Noah Wedel

Rein formell hat der VfL Wolfsburg mit einer möglichen Anstellung von Jan Schlaudraff bei SKN St. Pölten nichts zu tun. Der Zweitligist, der arg durchwachsen in die neue Saison gestartet ist und in der Tabelle lediglich Rang 11 belegt, ist und bleibt, das betonen die Macher immer wieder, ein eigenständiger Klub.

Die im Sommer auf zunächst vier Jahre angelegte Kooperation zwischen dem deutschen Champions-League-Teilnehmer aus Niedersachsen und dem Bundesligaabsteiger aus Niederösterreich zielt vor allem darauf ab, dass sich VfL-Talente als Leihspieler im Nachbarland entwickeln. Aktuell stehen mit Lino Kasten, Ulysses Llanez und Yoon-Sang Hong drei Wolfsburger Talente beim SKN unter Vertrag.

Schon bald könnte ihr Vorgesetzter Jan Schlaudraff heißen. Nach kicker-Informationen war der ehemalige Profi, der zuletzt als Sportchef bei Hannover 96 arbeitete und sich zu Wochenbeginn auf eine endgültige Trennung von den "Roten" verständigt hatte, schon für einige Tage in Österreich und machte sich ein Bild von den Gegebenheiten in St. Pölten.

Schlaudraff ist ein enger Vertrauter von Schmadtke

Im Falle einer Anstellung wäre der 38-Jährige dann offiziell ein Kooperationspartner des VfL Wolfsburg, dessen Verantwortliche als Ratgeber in dieser Personalie gewiss eine gewichtige Rolle spielen. Denn: Schlaudraff ist ein enger Vertrauter von VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke, sah an dessen Seite in der Vergangenheit zahlreiche Spiele der Niedersachsen, beobachtete zuletzt auch die Wolfsburger U19 - in der potenzielle Leihspieler für St. Pölten aktiv sind.

Für Schlaudraff wäre der Job in Österreich ein Neuanfang, nachdem seine erste Station als Sportchef in Hannover ein frühes Ende genommen hatte. 2019 war er zum Sportdirektor befördert worden, schon ein halbes Jahr später folgte die Freistellung und anschließend ein Rechtsstreit bis zur Einigung in dieser Woche. Nun ist Schlaudraff frei, die Gespräche über ein Engagement in St. Pölten können nun intensiviert werden. Dort lässt der VfL Wolfsburg aktuell Talente entwickeln - und womöglich schon bald auch Führungskräfte …

Thomas Hiete

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