2. Bundesliga

Schlaudraff siegt im Gerichtsstreit mit Hannover 96

Fristlose Kündigung unberechtigt

Schlaudraff siegt im Gerichtsstreit mit Hannover 96

Die fristlose Kündigung war unberechtigt: Hannover muss Jan Schlaudraff entschädigen.

Die fristlose Kündigung war unberechtigt: Hannover muss Jan Schlaudraff entschädigen. imago images

Das Arbeitsgericht Hannover traf am Dienstag nach mehrstündiger Verhandlung die Entscheidung, dass die Gründe für die im Februar ausgesprochene Kündigung nicht nachvollziehbar gewesen seien. Dem 37-Jährigen stehen damit mehr als 168.000 Euro Nachzahlung zu, zudem läuft sein Vertrag unbefristet weiter.

Ein Engagement Schlaudraffs für die Niedersachsen ist jedoch auszuschließen, deshalb werden die beiden Parteien in den nächsten Wochen wohl Gespräche über eine Auflösung des Vertrages aufnehmen. Bis dahin muss 96 Schlaudraff weiter bezahlen, kann gegen das Urteil aber noch Berufung einlegen.

Schlaudraff, schon als Profi für die Rothosen aktiv, hatte seine Tätigkeit als Sportdirektor nach Hannovers Abstieg im Sommer 2019 begonnen und sollte zusammen mit Trainer Mirko Slomka das Unternehmen Wiederaufstieg in Angriff nehmen.

Allerdings geriet Hannover auch in der 2. Liga in Abstiegsgefahr, was zunächst die Entlassung Slomkas und danach auch von Schlaudraff zur Folge hatte. Wenig später wurde die Freistellung von Schlaudraff in eine fristlose Kündigung umgewandelt, die laut Arbeitsgericht aber unwirksam ist.

jch