3. Liga

Schiri-Frust in Dresden - Kauczinski: "So viel Wut im Bauch"

SGD beklagt unberechtigten Platzverweis

Schiri-Frust in Dresden - Kauczinski: "So viel Wut im Bauch"

Er konnte so manche Schiedsrichter-Entscheidung nicht verstehen: Markus Kauczinski (r.).

Er konnte so manche Schiedsrichter-Entscheidung nicht verstehen: Markus Kauczinski (r.). imago images

Die Schlüsselszene des Spiels gab es bereits in der vierten Minute: Kulke foulte als letzter Mann Kutschke, verursachte einen Strafstoß und sah obendrein noch die Rote Karte wegen einer Notbremse. Der Gefoulte trat selbst an und erzielte, wie sich zeigen sollte, den Treffer des Tages.

Nach Abpfiff herrschte bei den Sachsen große Unzufriedenheit. Sportdirektor Ralf Becker gab zwar bei "MagentaSport" zu, dass man "über den Elfmeter streiten" könne, über die Rote Karte gegen Kulke aber nicht, die sei nämlich eine "klare Fehlentscheidung". "Wenn er zum Ball geht, ist es Gelb", erklärte Becker die Regel.

Ähnlich fiel das Fazit von SGD-Trainer Markus Kauczinski aus. "Ich glaube, das man den Elfmeter geben kann", sagte der 50-Jährige: "Auf keinen Fall aber die Rote Karte. Das hat alles kaputt gemacht."

Wir sind so angepisst wegen dem, was hier passiert ist.

Markus Kauczinski

Unzufrieden zeigte sich Kauczinski außerdem mit einer Szene nach 80 Minuten, als Heinloth im eigenen Sechzehner während eines Kopfballduells seinen Gegenspieler Stefaniak mit dem Arm im Gesicht traf und Referee Thomsen keinen Strafstoß gab. "Klarer Elfer", befand Kauczinski und machte dann seinem Ärger Luft: "Wir haben so viel Wut im Bauch, wir sind so angepisst wegen dem, was hier passiert ist."

Kauczinski war aber auch direkt darum bemüht, diese negativen Emotionen in eine positive Richtung zu lenken - und zwar in die des kommenden Gegners: "Wir werden so viel Gas geben gegen Meppen. Wir werden uns das wieder holen, was wir heute verloren haben."

drm