2. Bundesliga

1. FC Nürnberg mit 2:2 in Bielefeld: "Eigentlich vorbei"

Trainer und Kapitän äußern sich zum Elfmeter

Schindler lobt die Nürnberger Moral: "Eigentlich ist es vorbei"

Nürnbergs Kapitän Christopher Schindler (daneben Elfmeter-Torschütze Erik Shuranov) lobte nach dem 2:2 in Bielefeld die Moral. 

Nürnbergs Kapitän Christopher Schindler (daneben Elfmeter-Torschütze Erik Shuranov) lobte nach dem 2:2 in Bielefeld die Moral.  picture alliance/dpa

0:2 nach 23 Minuten und eine schwache erste Hälfte: Der FCN hatte auf der Alm in Bielefeld zur Pause mit dem Rücken zur Wand gestanden. Doch dann nahmen die Franken Fahrt auf.

Seinen Anteil daran hatte Coach Dieter Hecking, der zur Pause auf Dreierkette umstellte und unter anderem Johannes Geis - der den Anschlusstreffer von Kwadwo Duah vorbereitete, brachte. Der 58-jährige Trainer war nach dem "guten Zweitligaspiel" und dem 2:2-Endstand zufrieden, wenngleich der Elfmeter nach Geis' Ecke, dem folgenden leichten Halten von Benjamin Kanuric an Florian Hübner und dem anschließenden VAR-Einsatz in der Nachspielzeit für Diskussionen sorgte.

"Eigentlich ist es hier vorbei, wenn du 0:2 hinten liegst. Aber wir haben an unsere Chance geglaubt.

Christopher Schindler

Undiskutabel fand Kapitän Christopher Schindler indes die schwachen ersten 20 Minuten ("da hatten wir die Zuordnung nicht"), in denen der Club aufgrund von zwei schwach verteidigten langen Bälle zurückgelegen hatte. Genauso stellte der Innenverteidiger laut der FCN-Website klar: "Eigentlich ist es hier vorbei, wenn du 0:2 hinten liegst. Aber wir haben an unsere Chance geglaubt, das Risiko gesucht und gedrückt."

Ähnlich äußerte sich Lino Tempelmann. "Wenn du in der Nachspielzeit noch den Punkt mitnimmst, überwiegt die Freude". Der Mittelfeldspieler lobte ebenso die Moral, "wir haben bis zuletzt daran geglaubt". Etwas glücklich war das Unentschieden aus Sicht der Nürnberger dennoch, zwingende Chancen hatten die Franken sich kaum erspielt, eben bis zum Elfmeter, den Erik Shuranov mit der letzten Aktion über die Linie brachte.

Schindler zum Elfmeter: "Habe gesehen, dass 'Hübi' umgerissen wird"

Zum Strafstoß äußerten sich sowohl Schindler als auch Hecking. Während der Trainer sich die Szene nicht mehr angesehen habe, doch "mit dem VAR und den Entscheidungen leben kann", stellte Schindler klar: "Ich habe gesehen, dass 'Hübi' umgerissen wird. Die Frage war nur, ob der Ball schon im Spiel war. Der Schiedsrichter hat es sich angeguckt und in meinen Augen berechtigterweise auf Elfmeter entschieden."

Am Ende stand es 2:2, Shuranov verwandelte bekanntlich. "Das spricht für die Mannschaft, wenn man hier nochmal zurückkommt. Daraus müssen wir Energie ziehen und diese auch in die nächsten Spiele tragen", gab Schindler vor. Aktuell beträgt der Vorsprung auf den Relegationsrang sechs Punkte, Bielefeld steht weiter vier Zähler hinter dem Club. Dieser bekommt es nach der Länderspielpause zu Hause mit Aufstiegsanwärter Darmstadt (Freitag, 31. März, 18.30 Uhr) zu tun.

mje

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