EM

Schimpftirade: David Alaba "verbietet" Marko Arnautovic den Mund

Ex-Bremer flucht nach seinem Treffer zum 3:1

Schimpftirade: Alaba "verbietet" Arnautovic den Mund

Ausgeflippt: Marko Arnautovic schimpft lauthals, wird dabei von seinem Kapitän David Alaba etwas ausgebremst.

Ausgeflippt: Marko Arnautovic schimpft lauthals, wird dabei von seinem Kapitän David Alaba etwas ausgebremst. imago images

Die Alpenrepublik bewies beim Duell mit leidenschaftlichen Mazedoniern einen langen Atem, außerdem wechselte Trainer Franco Foda genau die beiden richtigen Männer ein. Denn sowohl Michael Gregoritsch als auch Marko Arnautovic trafen beim Stand von 1:1 zum 2:1 beziehungsweise zum 3:1-Endstand.

Und beide Stürmer offenbarten Emotionen ...

Spielersteckbrief Arnautovic
Arnautovic

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Spielersteckbrief Alaba
Alaba

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Gregoritsch

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Trainersteckbrief Foda
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Doch während der Profi des FC Augsburg nach einer unauffälligen Bundesliga-Saison nach Spielschluss Tränen vergoss, entlud der andere unmittelbar nach seinem Tor eine gehörige Portion Wut. Arnautovic, zwischen 2010 und 2013 beim SV Werder Bremen aktiv und nach den englischen Stationen Stoke City sowie West Ham inzwischen in China bei Shanghai SIPG unterwegs, schimpfte lauthals vor sich hin. Dem Vernehmen nach in Richtung Fans auf den Rängen sowie Gegenspieler.

Alaba schreitet ein

Das führte gar dazu, dass sein Kapitän David Alaba einschritt. Der langjährige Bayern-Profi, der nach dieser EM zu Real Madrid wechseln wird, legte Hand an. Er packte Arnautovics Mund und wollte den aggressiv wirkenden Mitspieler wohl so zur Besonnenheit bringen. Es gelang nur nicht so recht, für einige weitere Sekunden schrie der China-Legionär weiter wild umher. Warum Arnautovic nach seinem tollen Sprint am Torwart vorbei und seinem Flachschuss ins dann leere Gehäuse so aufgebracht war, ließ sich nicht klären - schließlich gab es damit eigentlich nur Grund zur Freude: Österreich tütete mit diesem Erfolg den ersten EM-Sieg der Geschichte der Alpenrepublik ein.

Man hat gesehen, was für ein Charakter er ist.

David Alaba über Marko Arnautovic

Hinterher auf der Pressekonferenz sagte Alaba nur so viel über den Mann, der in der Vorbereitung noch etwas angeschlagen war und wohl auch deshalb erst einmal nur Joker war: "Dass er nicht zu 100 Prozent zufrieden ist, ist klar. Wir Spieler wollen immer spielen. Man hat aber gesehen, was für ein Charakter er ist. Er ist reingekommen und hat direkt 100 Prozent gegeben. Deshalb habe ich ihn positiv wahrgenommen. Er war immer für die Mannschaft da, auch als der Trainer ihm die Entscheidung mitgeteilt hat, dass er erst auf der Bank sitzt."

mag