3. Liga

Sonderlob für BTSV-Keeper Fejzic - Behrendt angefressen

Braunschweig startet mit torlosem Remis beim FCK

Schieles Sonderlob für BTSV-Keeper Fejzic - Behrendt angefressen

Großer Rückhalt für seine Mannschaft: BTSV-Kapitän Jasmin Fejzic überzeugte am Betze.

Großer Rückhalt für seine Mannschaft: BTSV-Kapitän Jasmin Fejzic überzeugte am Betze. imago images

Nach dem Abstieg in die 3. Liga gab es für den BTSV am Samstagnachmittag immerhin ein 0:0 beim 1. FC Kaiserslautern. Die beste Braunschweiger Chance hatte Martin Kobylanski bei seinem Pfostenschuss, ehe Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic immer mehr in den Mittelpunkt rückte. Mit seinen Paraden sicherte er den Braunschweigern das erste Zu-null-Spiel in der Saison 2021/22.

"Er bringt uns diesen Punkt mit nach Hause", verteilte Schiele im Gespräch mit der "Braunschweiger Zeitung" ein Sonderlob für seinen neuen Kapitän: "Diese Präsenz in den Eins-gegen-eins-Situationen: Der Gegner schießt, und es kommt ein richtiger Bulle auf sie zu." Insgesamt hatte sich der neue BTSV-Coach zwar nach dem Seitenwechsel mehr "Entlastung erhofft", doch insbesondere die Einsatzbereitschaft seiner Elf überzeugte ihn: "Die Jungs haben alles reingeworfen und viel Leidenschaft gezeigt."

Schiele über Behrendt: "Sonst hätte er seinen Beruf verfehlt"

Nichts von dieser zeigen konnte Brian Behrendt, immerhin mit der Erfahrung aus 124 Zweitligaspielen und drei Bundesliga-Einsätzen ausgestattet. Der 29-Jährige musste bis in die Nachspielzeit auf seine Premiere in Deutschlands dritthöchster Spielklasse warten. Derzeit verfügt die Eintracht, die an anderen Stellen im Kader noch zu dünn besetzt ist, über drei Innenverteidiger, die gehobenes Niveau aufweisen.

Schiele begründete seine Entscheidung damit, dass er mit Jannis Nikolaou einen Linksfuß aufstellen wollte. Sommer-Neuzugang Michael Schultz habe zudem eine überragende Vorbereitung gespielt. "Und auch beim FCK hat er es gut gemacht", lobte Schiele. Behrendt konnte derweil aufgrund von Adduktorenproblemen erst spät im Training so richtig Gas geben. Der Trainer wollte seine Personalentscheidung aber nicht zu hoch hängen: "Die Saison ist lang, wir brauchen jeden." Schiele konnte den angefressenen Behrendt dennoch gut verstehen. "Es ist gut, dass Brian sauer ist, sonst hätte er seinen Beruf verfehlt", meinte er.

Wir wollen mehr Fußball spielen. Nach vorne soll mehr passieren.

Michael Schiele

Für die Heimpremiere am Sonntag (14 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen Aufsteiger Viktoria Berlin hat sich die Eintracht einiges vorgenommen. Schieles Vorsatz: "Wir wollen mehr Fußball spielen. Nach vorne soll mehr passieren." Schon beim Abstieg war die Abteilung Attacke ein Manko gewesen - 30 Tore in 34 Saisonspielen bedeuteten 2020/21 den mit Abstand schlechtesten Wert im deutschen Unterhaus.

msc/lr

Zimmer, Menz, Mölders & Co.: Die Kapitäne der Drittligisten