3. Liga

Eintracht Braunschweigs Trainer Schiele mit Kritik nach Niederlage

Braunschweig plant weitere Neuzugänge

Schiele nach dem 0:4: "Wir haben den Gegner eingeladen"

Hängende Köpfe: Danilo Wiebe und Michael Schultz nach dem vierten Gegentor der Braunschweiger.

Hängende Köpfe: Danilo Wiebe und Michael Schultz nach dem vierten Gegentor der Braunschweiger. imago images/regios24

Und so mussten die Akteure auf dem Feld auch von den Rängen einiges einstecken: Ersten Pfiffen zur Halbzeitpause folgten hämische "Europapokal"-Gesänge der 6676 Zuschauerin der Schlussphase. Die Fans, auf deren Rückkehr sich nicht nur Schiele im Vorfeld der Partie sehr gefreut hatte - und zu denen er "den Funken überspringen lassen" wollte - flüchteten sich angesichts der Leistung ihres Teams in Galgenhumor.

Dabei hätte die Eintracht nach dem 2:1-Auftaktsieg der Viktoria vor dessen mutigem Angriffsspiel gewarnt sein können - und auch die Startformation mit Cigerci hinter der Doppelspitze um Falcao und Küc sprach nicht für ein Versteckspiel des Aufsteigers.

Dennoch gelang es den Löwen nicht, das Team von Benedetto Muzzicato in Schach zu halten. "Wir haben den Gegner teilweise eingeladen", fasste Schiele nach Abpfiff am Mikrofon von "MagentaSport" die Probleme seiner Elf vor allem bei den Gegentoren zusammen. "Da brauchen wir nichts schönreden".

"Zu viel Abstand" und "mangelnde Effektivität"

Dabei kritisierte der Trainer vor allem das Abwehrverhalten mit "zu viel Abstand" zum Gegner, sowie den fehlenden Zugriff bei Berliner Kontersituationen. Doch nicht nur in der Defensive haperte es bei den Niedersachsen gewaltig, auch die "fehlende Kaltschnäuzigkeit" im Angriff und "mangelnde Effektivität" bei Standardsituationen kreidete Schiele seiner Elf an. Und so unterstrich der Trainer nach der Partie die Ambitionen des Vereins auf dem Transfermarkt - welche unabhängig vom Ergebnis bereits im Vorfeld der Partie geplant gewesen seien. "Wir sind da dran und hoffen, dass das jetzt auch die nächsten Tage passiert", so Schiele.

Die Chance auf eine Reaktion - und auf Wiedergutmachung beim eigenen Publikum - hat Braunschweig bereits am Sonntag (18:30 Uhr). Dann steht das Pokalspiel gegen den Hamburger SV auf dem Programm. Und das vielleicht ja schon mit zusätzlichem Personal.

aja

Die Neuzugänge in der 3. Liga