Int. Fußball

Schiedsrichter sollen VAR-Entscheidungen über Mikro erklären

Vorgehen soll ein Jahr lang getestet werden

Schiedsrichter sollen VAR-Entscheidungen künftig über Stadionlautsprecher verkünden

Verkünden Schiedsrichter in Zukunft ihre Entscheidungen über den Stadionlautsprecher?

Verkünden Schiedsrichter in Zukunft ihre Entscheidungen über den Stadionlautsprecher? IMAGO/Team 2

Seit mehr als fünf Jahren kommt der Video-Assistent (VAR) in der Bundesliga zum Einsatz. Doch ein Gewöhnungseffekt hat bei den Zuschauern immer noch nicht eingesetzt - die Kritik wird sogar noch größer. Vor allem die Fans im Stadion beklagen sich seit Beginn über mangelnde Informationen. Das könnte sich in Zukunft ändern, wenn es nach den Regelhütern des International Football Association Boards (IFAB) geht. 

Schiedsrichter sollen ihre Entscheidungen nach einer Überprüfung durch den VAR über deren Mikrofon an die Zuschauer im Stadion und im Fernsehen verkünden, wie das IFAB bei seiner Sitzung in London am Mittwoch beschloss. Dieses Vorgehen soll zunächst testweise implementiert werden - und erstmals bei der FIFA Klub-WM in Marokko zum Einsatz kommen. Ein Jahr lang soll der Test dauern und vorrangig auf internationaler Bühne stattfinden. Dadurch erhoffen sich die Regelhüter bessere Transparenz und eine höhere Akzeptanz.

Das IFAB ist ein internationales Gremium, das über Änderungen der Fußballregeln berät und diese beschließt. Die acht Mitglieder bestehen aus vier FIFA-Mitgliedern und jeweils einem Vertreter der Verbände aus England, Nordirland, Schottland und Wales. Für eine Regeländerung ist eine Mehrheit von sechs Stimmen erforderlich.

Regelhüter begrüßen längere Nachspielzeit

Als weiteren Punkt begrüßten die Mitglieder des IFAB den bei der WM in Katar verfolgten Ansatz einer strengeren Berechnung der Nachspielzeit. Bei der Weltmeisterschaft wurden teilweise mehr als zehn Minuten nachgespielt. Der Vorschlag einer Art Nettospielzeit, bei der die Zeit bei bestimmten Unterbrechungen angehalten werden soll, wurde abgelehnt.

Keine Einigung erzielte das IFAB hingegen bei der von einigen Ligen angeregten Einführung von vorübergehenden Auswechslungen bei einem Verdacht auf Gehirnerschütterung. Das Thema soll aber in Zukunft weiter verfolgt werden.

kon

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