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Scheffler nach mentaler Krise vor zweitem Masters-Triumph

"Ich habe geweint wie ein Baby"

Scheffler nach mentaler Krise vor zweitem Masters-Triumph

Spielte alles andere als fehlerfrei: Scottie Scheffler.

Spielte alles andere als fehlerfrei: Scottie Scheffler. IMAGO/Kyodo News

Der Weltranglistenerste Scottie Scheffler hat beim 88. Masters beste Chancen auf seinen zweiten Sieg im Augusta National Golf Club. Der 27 Jahre alte Star aus den USA spielte am Samstag (Ortszeit) an der Magnolia Lane eine 71 und geht mit einem Schlag Vorsprung ins Finale am Sonntag.

Scheffler (27), Masters-Sieger von 2022, hatte allerdings am Samstag eine heftige mentale Krise zu überwinden - er sei mit dem Druck als Spitzenreiter diesmal nicht fertig geworden. "Heute Morgen habe ich geweint wie ein Baby, ich war völlig gestresst und wusste nicht, was ich tun soll", berichtete er: "Ich habe meiner Frau gesagt, dass ich absolut nicht bereit bin für das hier. Und jetzt bin ich einfach nur überwältigt."

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Auf dem schweren Par-72-Kurs spielte Scheffler alles andere als fehlerfrei, leistete sich an der 10 einen Double Bogey und drei weitere Bogeys. Dafür zauberte er an der 13, wo ihm ein Eagle gelang - zwei Schläge unter Platzstandard.

Insgesamt reichte das, um mit 209 Schlägen die Führung vor seinem Landsmann Collin Morikawa (210) zu behaupten. Der zweimalige Major-Champion spielte nach einer 71 und 70 nun eine 69, ein starker Trend. Max Homa, ebenfalls USA, liegt als Dritter (211) einen weiteren Schlag zurück. Scheffler und Morikawa starten um 20.35 Uhr MESZ in die entscheidende Runde, Homa macht sich zehn Minuten früher auf den Weg.

Woods erlebt ein Debakel

Superstar Tiger Woods dagegen erlebte einen Tag nach seinem Masters-Rekord ein Desaster. Der 48 Jahre alte Kalifornier benötigte am dritten Turniertag 82 Schläge für die 18 Löcher - nie hatte der 15-malige Major-Sieger eine schlechtere Runde beim Masters absolviert. Mit insgesamt 227 Schlägen fiel er auf den geteilten 52. Rang zurück.

Keiner war schlechter, drei weitere Golfer spielten ebenfalls eine 82 - darunter der 61 Jahre alte Veteran Vijay Singh (Fidschi), der überraschend den Cut überstanden hatte.

Der Deutsche Stephan Jäger hatte bereits nach zwei Tagen den Cut verpasst und musste das Major-Turnier vorzeitig beenden. Für den 34 Jahre alten Münchner, der schon lange in den USA lebt, war es die erste Masters-Teilnahme in seiner Karriere.

cfl, SID, DPA