Bundesliga

Schalke 04 in Dortmund ohne Mark Uth - Naldo sorgt für "große Augen"

Baum muss Schlüsselspieler ersetzen

Schalke im Derby ohne Uth - Naldo sorgt für "große Augen"

Kennt das Revierderby nur zu gut: Naldo.

Kennt das Revierderby nur zu gut: Naldo. imago images

Letzte Trainingsversuche von Mark Uth, der zuletzt wegen muskulärer Probleme pausierte, hatten die Hoffnung genährt, dass der Stratege im Derby würde eingreifen können. Wie Manuel Baum aber am Freitagnachmittag erklärte, wird daraus nichts. Uth muss passen, auch Torhüter Ralf Fährmann fällt aus, ebenso Nationalspieler Suat Serdar.

Gerade der Ausfall von Uth trifft die Schalker hart, weil der Ex-Kölner eine zentrale Rolle im Mittelfeld einnehmen sollte. "Aber", das betont Baum, "unser Plan für das Spiel hängt nicht an einer einzigen Personalie. In unserem Kader ist eine Menge Potenzial. Ich bin guter Dinge, dass wir diesen Ausfall kompensieren können."

Als Naldo spricht, machen die Spieler "große Augen"

Dass Frederik Rönnow wie schon gegen Union das Schalker Tor hüten wird, versteht sich von selbst, nachdem klar war, dass es für Fährmann nicht reichen würde. "Frederik macht einen reflektierten und sehr selbstbewussten Eindruck", berichtet Baum. Gegen Union und auch schon in der zweiten Halbzeit in Leipzig, als er eingewechselt worden war, wusste die Leihgabe von Eintracht Frankfurt zu überzeugen, doch zur Wahrheit gehört auch, dass Rönnow beim Berliner Gegentreffer nicht gut aussah.

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Wie auch immer, neben dem sportlichen und personellen Aspekt ist natürlich auch die emotionale Schiene in einem Derby äußerst wichtig. Darum übernahm Co-Trainer Naldo einen Teil der Einstimmung auf die Partie am Samstagabend in Dortmund. "Die Spieler", erzählt Baum, hätten "mit großen Augen" zugehört, "dafür hat Naldo mit seiner Derbyerfahrung sicherlich auch gesorgt."

Naldos Vorgabe: "Egal, wer wo in der Tabelle steht, das Derby ist immer ein spezielles Ding. Die Spieler sollen mit großer Freude auf den Platz gehen, jeder muss noch ein bisschen mehr arbeiten. Und dabei natürlich auch daran denken, welche Bedeutung dieses Derby für unsere Fans hat." Dortmund sei zwar in einer guten Verfassung, aber in dem Duell gebe es keinen Favoriten, findet der Brasilianer.

Grundsätzlich, das ist nachvollziehbar, fehlt der Schalker Mannschaft unter anderem das Selbstvertrauen nach 20 Spielen in Folge ohne Sieg. Viele Sachen also, die im Training klappen, fallen plötzlich nicht so leicht, wenn der Anpfiff zu einem Bundesligaspiel ertönt. "Im Spiel", räumt Baum ein, "fehlt das Vertrauen noch. Klar ist, dass mit mehr Selbstbewusstsein auch unser Spiel mit dem Ball besser wird."

Wir werden uns sicher nicht hinten einigeln.

Baum über das Schalker Vorhaben

Beim Champions-League-Spiel der Dortmunder am Dienstag bei Lazio Rom hat Manuel Baum erkannt, dass es "neben der unfassbaren Dortmunder Qualität im Umschalten ein paar Sachen gibt, wo wir ansetzen können. Wir werden uns sicher nicht hinten einigeln, sondern auch versuchen, unseren Gegner mit Pressing-Situationen vor Probleme zu stellen."

Nicht selten nutzt Baum zur Erklärung auch den Begriff Fantasie, zum Beispiel: die Fantasie, ein Tor zu erzielen. Mittlerweile, während der Einstimmung auf das Derby, habe sein Team "die Fantasie entwickelt, etwas aus Dortmund mitzunehmen". Zählbares, Punkte. Einen oder sogar drei. Und, so Baum: "Was ich mir vorstellen kann, das kann ich auch realisieren." Auch wenn man als krasser Außenseiter in die Partie geht.

Oliver Bitter

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