Bundesliga

SC-Stürmer Höler: "Dann kannst du nicht gewinnen"

Freiburg will positive Dinge mitnehmen - Europa-League-Spiel in Lens

SC-Stürmer Höler: "Wenn du zu torungefährlich bist, kannst du nicht gewinnen"

Ärgerte sich über mangelnde Torgefahr seines Teams: Lucas Höler (re.).

Ärgerte sich über mangelnde Torgefahr seines Teams: Lucas Höler (re.). IMAGO/RHR-Foto

Die schwarze Serie der Freiburger beim BVB hat sich mit dem 0:3 fortgesetzt, zudem war es für den Sport-Club die dritte Niederlage in Folge - so viele nacheinander kassierte der SC zuletzt im November 2021.

Und es war bereits die siebte Auswärtsniederlage, nachdem Freiburg in der vergangenen Saison insgesamt nur sechsmal auswärts verloren hat. Und trotzdem versuchten Trainer Christian Streich und seine Spieler, auch die positiven Aspekte des Spiels in Dortmund zu sehen.

Bundesliga, 21. Spieltag

"Wir hatten uns vorgenommen, es gut zu machen gegen den Ball, um dann Räume zu finden mit dem Ball", erlklärte Streich. "Das hört sich jetzt vielleicht komisch an, aber ich fand, das ist eigentlich einigermaßen gelungen in der ersten Halbzeit."

Die Freiburger sind im 4-2-3-1 früh angelaufen, in der Hoffnung auf Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte. Die gab es ein ein paar Mal, die eigenen Offensivaktionen verpufften jedoch häufig, weil "Laufwege in die Box nicht gut genug" waren oder ein Kopfball von Michael Gregoritsch beim Stand von 1:0 für den BVB "nicht scharf genug" war, wie der SC-Coach erklärte.

Grifo spricht von gutem Start seines Teams

"In Dortmund musst du sehr effizient sein und die Chancen nutzen, die du hast, das haben wir nicht geschafft", sagte Vincenzo Grifo bei DAZN, der jedoch auch von einem guten Start seines Teams sprach: "Wir wollten höher raus, und es hat uns gut getan, Dortmund von unserem Tor wegzuhalten, aber dann war der Dosenöffner da - Malen macht es gut, und das gibt den Jungs Selbstvertrauen." Wie bereits bei den 1:3-Niederlagen in Bremen und gegen Stuttgart kassierten die Freiburger ein frühes Gegentor, diesmal durch Donyell Malen (16.).

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte mussten die jungen Franzosen der Freiburger dann Lehrgeld zahlen. Erst ließ sich Kiliann Sildillia vom starken Niclas Füllkrug abschütteln, dann verlor Jordy Makengo in seinem Rücken Torschütze Malen aus den Augen.

Höler: "Nicht so schlecht, auch wenn sich das blöd anhört"

"In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein bisschen aufgemacht und das hat ihnen in die Karten gespielt, sie haben jeden Ball auf Füllkrug gechipt, der hat super ablegt", sagte Lucas Höler. Bis zum dritten BVB-Tor durch Füllkrug kurz vor Schluss, bei dem Winterneuzugang Attila Szalai zu weit weg stand, glaubten die Freiburger aber noch an ihre Chance, den Anschlusstreffer zu machen.

"Aber wenn du zu torungefährlich bist, kannst du nicht gewinnen", gab sich Höler selbstkritisch. Dennoch fand der Stürmer den "Auftritt nicht so schlecht, auch wenn sich das bei 3:0 blöd anhört".

Vorfreude auf die Europa League steigt

Auch Streich wollte "die guten Sachen mitnehmen, weil wir Donnerstag schon wieder ein Spiel haben", und es die Mannschaft "auch nicht verdient hat, dass man sie in Grund und Boden redet". Die Vorfreude auf das Playoff-Hinspiel in der Europa League beim RC Lens (21 Uhr, LIVE! bei kicker) "lassen wir uns von der Niederlage nicht kaputt machen", betonte der SC-Coach.

"Da geht es um sehr viel, wir wollen unbedingt international bleiben, und werden alles dafür tun, da ein gutes Spiel zu machen", sagte Grifo. Obwohl voraussichtlich ein weiterer Verteidiger ausfällt, da Manuel Gulde mit einer Knieverletzung früh ausgewechselt werden musste, gibt sich Grifo zuversichtlich: "Wir haben schon einiges geschafft und als Mannschaft aufgefangen, das werden wir auch diesmal schaffen."

Daniela Frahm

Bilder zur Partie BV 09 Borussia Dortmund gegen SC Freiburg