Bundesliga

Bayerns Bouna Sarr: Beste Lösung für alle wäre ein Wechsel

Afrika-Cup-Sieger kommt auf nur 59 Minuten in dieser Saison

Sarr: Die beste Lösung für alle wäre ein Wechsel

59 Bundesliga-Minuten in der abgelaufenen Saison: Bouna Sarr.

59 Bundesliga-Minuten in der abgelaufenen Saison: Bouna Sarr. picture alliance/dpa/Revierfoto

Für neun Millionen Euro holte ihn der FC Bayern im Oktober 2020 von Olympique Marseille und stattete Bouna Sarr mit einem Vierjahresvertrag aus. Wirklich helfen konnte der 30-Jährige dem Rekordmeister seither kaum. Nur fünf Bundesligaeinsätze stehen in seiner Jahresbilanz. Fünfmal wurde er eingewechselt. Zusammengerechnet kommt er dabei sogar nur auf 59 Minuten. Auf der Rechtsverteidigerposition haben Benjamin Pavard und zeitweise Josip Stanisic den Vorzug erhalten. Oder Trainer Julian Nagelsmann ließ mit einer defensiven Dreierkette spielen. Für Sarr war nicht wirklich Platz in dieser Saison.

Afrika-Cup-Sieger Sarr voller Stolz: "Meine Mitspieler haben mich überragend empfangen"

Man konnte schon fast Mitleid kriegen mit dem Außenverteidiger, gerade nachdem er dann auch noch beim Afrikacup im Finale gegen Ägypten im Elfmeterschießen verschossen hatte. Allerdings hat er den Titel gewonnen und spielte in diesem Turnier jede Partie. Allein das zählt. Und bei seiner Rückkehr nach München sei er überwältigt gewesen von den Reaktionen. "Ich war absolut überrascht, das fühlt sich großartig an", sagte Sarr kurz darauf im Interview mit dem Klubmagazin. "Sie haben mich überragend empfangen und das zeigt mir, dass sie auch während des Turniers hinter mir standen."

Mit Mazraoui bekommt Sarr weitere interne Konkurrenz

Im Bayernteam erfährt er unter den Spielern eine hohe Wertschätzung, insbesondere menschlich, aber sportlich lief es für den Außenverteidiger, der ein gelernter Offensivallrounder ist und erst vor drei Jahren beim Ex-Verein umgeschult wurde, beim Nationalteam deutlich besser als beim Klub. Weshalb in diesem Sommer grundlegend über die Zukunft nachgedacht wird. Der FC Bayern, so erfuhr der kicker, würde Sarr bei einem Angebot ziehen lassen - das Trainerteam sieht andere Profis in den Planungen vor. Außerdem kommt mit Noussair Mazraoui ein weiterer Rechtsverteidiger von Ajax Amsterdam nach München.

Der FC Bayern muss Gehälter einsparen

Heißt für Sarr: Er würde bei einem Verbleib höchstwahrscheinlich nicht mehr Spielzeit erhalten als in dieser abgelaufenen Saison. Eher sogar noch weniger. Eine neue Herausforderung anderswo wäre wohl für beide Seiten die beste Lösung. Der FC Bayern will und muss Gehälter sparen, und für den in Lyon geborenen Franzosen mit senegalesischen Wurzeln wäre ein Tapetenwechsel die Möglichkeit auf mehr Einsätze.

Georg Holzner

Die Vertragslaufzeiten der Bayern-Profis