3. Liga

Sararer: "Wir hatten einen klaren Plan"

Türkgücü rettet spät einen Punkt gegen Zwickau

Sararer: "Wir hatten einen klaren Plan"

Torschütze zum 1:1: Türkgücüs Sercan Sararer.

Torschütze zum 1:1: Türkgücüs Sercan Sararer. imago images/Ulrich Wagner

Kurz vor der Pause, als Zwickau mit 1:0 führte, hatte Andy Irving einen Geistesblitz und spielte einen Traumpass auf Sararer, der per coolem Heber vollendete. "Ich habe mich schon bei ihm bedankt. Das ist seine Qualität, diese Steckpässe kann er sehr gut. Das war ein überragender Ball, sowas kann nicht jeder", lobte der Torschütze seinen Mitspieler bei MagentaSport. 

Er ist sehr wichtig, ich weiß ihn zu schätzen.

Sercan Sararer über Co-Trainer Alper Kayabunar

Was nach dem Treffer passierte, war ein klares Zeichen von Sararer: Der Offensivmann lief schnurstracks zu Co-Trainer Alper Kayabunar, der nach der Trennung von Peter Hyballa die Münchner trainierte. "Er ist sehr wichtig, ich weiß ihn zu schätzen. Er ist ein sehr guter Freund. Ich habe aber natürlich Respekt vor ihm, weil er unser Trainer ist", so Sararer. Und der Interimscoach freute sich: "Ich bin stolz auf die Mannschaft, wenn sie das Tor feiert und zu mir rennt. Wir haben ein gutes Verhältnis in der Mannschaft, die Jungs haben alles rausgehauen."

Das Zeichen der Mannschaft war eindeutig. Alle liefen nach dem Ausgleich zu Kayabunar, der am Montag seinen 36. Geburtstag feierte. Zudem war der Leistung der Münchner zu entnehmen, dass schon ein Ruck durch die Mannschaft ging. Und lauscht man den Worten von Sararer genau, sagen diese auch einiges über das Verhältnis zum Ex-Trainer Hyballa aus. "Man hat gesehen, dass wir aggressiv waren, wir hatten einen klaren Plan, alle haben mitgemacht. Es hat Spaß gemacht und wir hatten gute Kombinationen nach vorne", so der Torschütze, der vielsagend anfügte: "Wir haben uns mit dem jetzigen Trainer auch anders eingestimmt, haben viel Rückenwind von ihm bekommen, das hat uns gutgetan."

Remis nach vier Niederlagen in Folge

Die Münchner glaubten immer an sich - und erzwangen den späten 2:2-Ausgleich durch ein Eigentor von Max Reinthaler in der 88. Minute. "Wenn man so spät den Ausgleich macht, dann nehmen wir das natürlich gerne an. Wir müssen die positiven Dinge rausziehen, wir haben die Niederlagen-Serie gestoppt, einen Punkt geholt, zwei Tore geschossen. Die Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft, da kann man nichts sagen", so Kayabunar, der mit dem Team nach vier Niederlagen in Serie wieder einen Punkt holte. 

Sararer war zwar auf der einen Seite auch mit dem Punkt zufrieden, merkte aber auch die Fehler an. "Einerseits sind wir froh, dass wir gezeigt haben, dass wir zurückgekommen sind. Aber wir hatten das Gefühl, dass wir das Spiel im Griff hatten. Dann machen wir zwei individuelle Fehler, das war natürlich scheiße für uns. Doch wir haben uns zurück gekämpft, das war positiv", sagte der Offensivmann. 

mst

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