WM

WM 2022: Santos warnt vor Viertelfinale vor Gegner Marokko

"Auch wir müssen für unsere Großeltern und Urgroßeltern spielen"

Santos trotz Kantersieg: "Weit davon entfernt, perfekt zu sein"

Warnt seine Mannschaft vor "sehr, sehr starken" Marokkanern: Portugals Trainer Fernando Santos.

Warnt seine Mannschaft vor "sehr, sehr starken" Marokkanern: Portugals Trainer Fernando Santos. IMAGO/Agencia MexSport

Aus Katar berichtet Jörg Wolfrum

Portugals Nationaltrainer Fernando Santos warnte mit Blick auf das 6:1 im Achtelfinale gegen die Schweiz vor dem nächsten Gegner Marokko. Man treffe auf ein "sehr, sehr starkes Team", das vier Spiele sehr stark gespielt, sieben Punkte in der Gruppenphase und eine Tordifferenz von 4:1 erreicht habe. Einzig die Niederlande haben das auch geschafft, und Marokko habe dies erreicht, "weil sie sehr organisiert spielen und auch individuell eine hohe Qualität" haben. Santos verwies auf Profis bei Chelsea, Paris oder, mit Blick auf Noussari Mazraoui, auf Bayern München.

Santos' Appell keine Angst zu haben - 2018 hat Portugal "sehr gelitten"

Zudem habe man schon 2018 beim 1:0 in der Gruppenphase gegen diesen Gegner "sehr gelitten. Wir müssen aber ohne Angst rausgehen, mit Selbstvertrauen". Man müsse intensiv gegenpressen und umschalten. Hinzu kämen "Energie und Kreativität" und der kulturelle Aspekt. "Sie spielen für ihre Großeltern und Urgroßeltern, das ist ok. Aber die haben wir auch. Auch wir müssen für unsere Großeltern und Urgroßeltern spielen." "Es wird ein sehr schwieriges Spiel, aber es wird auch für Marokko sehr schwierig gegen uns."

Sein Team müsse trotz des Kantersieges gegen die Schweiz "Dinge verbessern, unser Spiel war weit davon entfernt, perfekt zu sein". Was, sagte der Coach nicht. Auch ließ er offen, ob Kapitän Cristiano Ronaldo nach dem 6:1 über die Eidgenossen zwangsläufig wieder die Bank drohe. Das Motto vom Team, das gewinnt und das man nicht wechsle, greife nicht. Es gehe darum, wie der nächste Gegner spiele und man selbst darauf zu reagieren gedenke. Santos sagte daher lieber: "Ich glaube, dass Portugal gewinnt."

WM-Teilnahme mit 45: Die ältesten Spieler in der Geschichte der Weltmeisterschaft