2. Bundesliga

Sandhausen-Coach Schwartz braucht einen "dreckigen Sieg"

Rückrundenauftakt in Düsseldorf

Sandhausen-Coach Schwartz braucht einen "dreckigen Sieg"

Vermisst das Spielglück bei seinem Team: Sandhausen-Trainer Alois Schwartz.

Vermisst das Spielglück bei seinem Team: Sandhausen-Trainer Alois Schwartz. imago images/RHR-Foto

14 Punkte nach 17 Spielen und Tabellenvorletzter: Das Zwischenfazit nach Abschluss der Hinrunde kann beim SV Sandhausen nicht überschwänglich ausfallen. Deshalb steht am Freitag bei Fortuna Düsseldorf nach dem 0:2 im Hinspiel für die Kurpfälzer eine Revanche auf der Tagesordnung: "Wir wollen in Düsseldorf besser in die Rückrunde starten, als uns das in der Hinrunde gelungen ist", fasst SVS-Coach Alois Schwartz den Anspruch seines Teams knapp zusammen.

Revanche zum Rückrundenstart

Gegen die Fortuna, die mit 20 Zählern selbst eher nach unten gucken muss, als oben anzugreifen, gelte es, "im letzten Spiel des Jahres nochmal alles rauszuhauen". Auf einen Akteur, der sicherlich für diesen Plan hätte begeistert werden können, muss Schwartz jedoch am Freitag verzichten: Marcel Ritzmaier fehlt aufgrund seiner fünften Verwarnung. Wie er darauf reagieren wird, lässt sein Trainer offen: "Wir könnten ihn mit Janik Bachmann ersetzen, oder auch mit zwei Spitzen beginnen", deutet er einen möglichen Systemwechsel an, um den Ausfall zu kompensieren. 

Biadas Ausfall wiegt schwer

Auch von den Langzeitverletzten um Julius Biada ist derweil kein Rückkehrer in Sicht. Dabei wäre besonders die kreative Offensivkraft für den SVS wichtig: "Julius fehlt uns natürlich sehr." Eine Rückkehr des torgefährlichen Mannes mit der Nummer 10 ist aber noch nicht abzusehen: "Wir hoffen, dass er im neuen Jahr wieder zurückkehren kann", erläutert Schwartz und schiebt nach: "Aber letztendlich haben da die Ärzte die Hand drauf." Deshalb werde man sich nach dem letzten Spiel mit diesen zusammensetzen und "die Situation nochmal bewerten". 

Vergangene Fehler vermeiden

Gegen Düsseldorf will der 54-Jährige die positiven Aspekte aus dem 2:2 im Kellertreffen bei Kiel mitnehmen. Dort habe man "einige Dinge gesehen, die richtig gut waren". Damit meint der Übungsleiter unter anderem die Comeback-Qualitäten seines Teams nach dem Rückstand, welchen man zwischenzeitlich sogar in eine Führung drehen konnte. Danach sei man jedoch "zu weit hinten reingefallen" und habe somit den späten Ausgleich kassiert. Eine Beobachtung, die er auch gegen Nürnberg und Bremen gemacht habe. 

Spielglück bei der Konkurrenz abgucken

Für Schwartz ist dies jedoch auch eine Frage des entscheidenden Quäntchens Spielglück, das seinem Team im Vergleich zum einen oder anderen Konkurrenten derzeit fehlt: "Vielleicht braucht man auch mal dieses Glück, wenn man da unten steht, wie es vielleicht auch Hannover hatte gegen den HSV. Sie kriegen es irgendwie rüber das 1:0." Das soll auch bei Sandhausen Schule machen. Denn, so Schwartz: "So ein dreckiger Sieg wäre mal wichtig."

kon

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