2. Bundesliga

KSC will gegen Fürth für kein Spektakel sorgen

Eichner sieht die Verteidigung des Tores als Gradmesser

Samstagabend-Spektakel? Diesen Gefallen will der KSC der DFL nicht tun

Möchte nach der beigelegten Führungskrise für sportliche KSC-Schlagzeilen sorgen: Christian Eichner.

Möchte nach der beigelegten Führungskrise für sportliche KSC-Schlagzeilen sorgen: Christian Eichner. IMAGO/Eibner

Ob die DFL bei der Ansetzung des 24. Zweitliga-Spieltags die Ergebnisse vom 7. Spieltag berücksichtigte, ist nicht überliefert. Doch wenn dem so wäre, hätte Karlsruhes Trainer Christian Eichner das Heimspiel gegen Fürth nach dem Spektakel im Hinspiel wohl auch auf den Samstagabend gelegt. "Die Mannschaft stand für sehr viel Unterhaltung. Wenn ich Entscheider wäre, wann solche Spiele stattfinden, hätte ich ein bisschen eine Hoffnung, dass viel los ist. Dafür haben wir einiges eingezahlt", so der 41-Jährige. 

Duelle mit Fürth

Doch diesen möglichen Gefallen soll die Eichner-Elf der DFL laut ihrem Trainer nicht tun. "Ich hoffe, dass es so weitergeht wie in Kaiserslautern. Nicht nur vom 4:0 her, sondern dass es auch mal überschaubare Halbzeiten gibt, in denen nicht viel passiert", erklärt Eichner.

Systemumstellung geht zu Lasten von Zivzivadze

Dementsprechend sei der Gradmesser nicht das Erzielen von Toren, sondern vielmehr der Schutz des eigenen Sechzehners. Dies spiegelte sich zuletzt auch in der Aufstellung wider. Zusätzlich stellte Eichner zu den beiden Sechsern Nicolai Rapp und Jerome Gondorf den ebenfalls defensiv-denkenden Dzenis Burnic auf die rechte Außenbahn.

Der Benachteiligte des Systemwechsels - der KSC agierte nur noch mit einem anstatt zwei Stürmern - ist Budu Zivzivadze: Nach sechs Startelf-Einsätze in Serie saß der Georgier zuletzt zweimal nur auf der Bank. "Es ist eine dieser harten Entscheidungen, die es im Fußball gibt, bei der Spieler nicht aufgrund von Leistungen, Ergebnissen oder Gefühlen rauskommen", erläutert der Trainer.

Natürlich merke er die Enttäuschung Zivzivadzes, der sich dennoch dem Mannschaftserfolg unterordne. Ob der 29-Jährige gegen Fürth wieder eine Chance von Beginn an erhält, ist zwar unwahrscheinlich, die Rückkehr zu einer Doppelspitze schloss Eichner aber nicht aus.

Ich fände es eine coole Geschichte, wenn man mal drei, vier Seiten über den Sport schreiben würde und könnte.

Christian Eichner

Sollte Zivzivadze erneut "nur" als Joker kommen, würde ihm die Annahme dieser Rolle bei einem Erfolg sicherlich leichter fallen. Generell wollen die Karlsruher nach dem Kantersieg auf dem Betzenberg und der durch die Abberufung von Vizepräsident Martin Müller scheinbar beigelegten Führungskrise sportlich weiter für Schlagzeile sorgen. "Was für uns im Sport cool wäre, wenn wir auch mal auf einem Fachblatt vorne drauf erscheinen würden. Das ist unsere Aufgabe", meint Eichner, dem nach Marvin Wanitzeks Trainingsrückkehr dieselben Spieler wie in den Vorwochen zur Verfügung stehen, und fährt fort: "Ich fände es eine coole Geschichte, wenn man mal drei, vier Seiten über den Sport schreiben würde und könnte."

aka

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