Bundesliga

TSG Hoffenheim: Samassekous Sehnsucht gilt Manchester United

Rangnick hatte den Malier schon mal auf dem Zettel

Samassekous Sehnsucht gilt Manchester United

Diadie Samassekou hat die TSG Hoffenheim von jeher als Zwischenschritt und Sprungbrett betrachtet.

Diadie Samassekou hat die TSG Hoffenheim von jeher als Zwischenschritt und Sprungbrett betrachtet. imago images/Sven Simon

Für Sebastian Hoeneß ist er "einer der besten Balleroberer der Bundesliga". Diadie Samassekou genießt im Spiel gegen den Ball höchste Wertschätzung. Zuletzt allerdings hatte sich Hoffenheims Sechser unter Hoeneß aber auch im Offensivspiel verbessert. Immer häufiger rückt Samassekou entschlossen bis in den gegnerischen Strafraum vor, um auch selbst torgefährlich zu werden. Mit Erfolg. In dieser Spielzeit erzielte der 2019 für zwölf Millionen Euro aus Salzburg geholte Abfangjäger sogar seine ersten beiden Bundesligatore, eines erzielte der nur 1,76 m große Zweikämpfer gar per Kopf.

Samassekou feiert Auftaktsieg mit Mali

Klar, dass Hoeneß seinen Abräumer derzeit vermisst, der bis auf weiteres beim Afrikacup weilt. Vermutlich länger. Denn zum Auftakt gelang Mali am Mittwoch ein 1:0-Sieg gegen Tunesien und legte damit in der Gruppe F, in der noch Gambia und Mauretanien spielen, schon mal die Basis für das Erreichen des Achtelfinales. Das erst ab dem 23. Januar ausgetragen wird.

Samassekou wird Hoffenheim also nicht nur in den kommenden drei hochkarätigen Partien bei Union Berlin, im Pokal gegen Freiburg und danach gegen Borussia Dortmund fehlen. Womöglich gar bis in den Februar, das Finale des Afrikacup steigt am 6. Februar.

Der Traum von der Premier League

Und wer weiß, womöglich kommt Samassekou am Ende gar nicht mehr in den Kraichgau zurück? Schließlich betrachtete er die TSG von jeher als Zwischenschritt und Sprungbrett zu einem absoluten Topverein, am Dienstag feierte er immerhin schon seinen 26. Geburtstag. "Ja, das ist noch immer der Fall. Denn ich hatte immer meine Träume - und von denen kann man sich schlecht trennen", gestand Samassekou erst neulich gegenüber dem kicker. "Hoffenheim bin ich jetzt schon sehr dankbar und werde das immer sein, aber irgendwann will ich zu einem der besten Vereine gehen, der ist immer in meinem Herzen. Den Namen werde ich aber nicht verraten." Hat er aber längst. In früheren Interviews hat der Afrikaner sein Sehnsuchtsziel klar benannt. "Die Premier League natürlich. Ich habe immer davon geträumt, in dieser Liga zu spielen. Ich möchte alles dafür tun, um mir diesen Traum zu verwirklichen", hatte Samassekou verraten und hinzugefügt: "Seit ich klein bin, bin ich ein großer Fan von Manchester United."

Rangnick kennt Samassekou bestens

Dort hat jetzt Ralf Rangnick das Sagen. Und der kennt den seinerzeit in Liefering und Salzburg zum klassischen RB-Umschaltspieler ausgebildeten Samassekou bestens, und hatte ihn auch schon mal für Leipzig auf dem Zettel, entschied sich seinerzeit aber für dessen Landsmann Amadou Haidara. 2019 verlor Salzburg gleich zwei Sechser. Im Januar Haidara an Leipzig, im August dessen ebenfalls in Bamako geborenen Landsmann Samassekou an Hoffenheim. Aktuell kämpfen diese beiden Seite an Seite für Mali beim Afrikacup auf der Doppelsechs.

Rangnick scheint auf der Suche für mögliche Verstärkungen für Manchester United durchaus die Bundesliga im Blick zu haben. Bei Samassekou würde er jedenfalls offene Türen einrennen: "Wenn sich die Möglichkeit ergibt, zu meinem Herzensklub zu wechseln, werde ich den Verantwortlichen nicht die Tür vor der Nase zuschlagen."

Michael Pfeifer

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