Bundesliga

Sahin "will nicht der Beste oder Wichtigste sein"

Toprak ersetzt geschwächten Sokratis beim BVB

Sahin "will nicht der Beste oder Wichtigste sein"

Nuri Sahin

Gefeierter Mann und in dieser Saison wieder fester Bestandteil der "BVB-Familie": Nuri Sahin. imago

Obwohl Top-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang das 1:0 gegen Berlin erzielte, war es Nuri Sahin, der am Samstag beim 2:0 gegen Hertha den Rest überstrahlte. Der türkische Nationalspieler und Ur-Dortmunder (mit Unterbrechungen seit 2001 im Verein) bereitete die Führung vor und markierte mit einem traumhaften Dropkick in den rechten Winkel das finale 2:0.

Sahin, der anders als unter Bosz' Vorgänger Thomas Tuchel im Mittelfeld gesetzt ist und in allen vier Pflichtspielen in dieser Saison der Startelf angehörte, freute sich über seinen Treffer mit dem schwachen rechten Fuß. Der 29-Jährige sagte aber auch: "Wenn ich da nicht gestanden hätte, hätte es Ärger vom Trainer gegeben."

Spielersteckbrief Sahin
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Pl. Verein Punkte
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2
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3
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Auch auf die schwierige Zeit unter dem ehemaligen Trainer Tuchel kam der 50-malige Nationalspieler zu sprechen: "Es macht gar keinen Sinn, über die Vergangenheit zu reden. Ich stand im Sommer an einem Punkt, der für mich richtungsweisend war. Für mich war es wichtig, aus dem letzten Jahr die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ich will nicht der Beste oder Wichtigste sein, aber ich will Teil der BVB-Familie sein. Ich hatte ein Gespräch mit dem Verein und dem neuen Trainer. Danach hieß es für mich: arbeiten, arbeiten und arbeiten." Die Erkenntnis, die sich spätestens seit Samstagabend eingestellt hat: "Man sieht auf dem Platz, dass ich mein Niveau wieder erreicht habe."

Mit dem Ergebnis war ich zufrieden, unser Spiel muss aber besser werden.

Dortmunds Trainer Peter Bosz

Das hat Sahin, der nach 925 Tagen mal wieder im deutschen Oberhaus jubeln durfte (sein letzter Treffer war am 13. Februar 2015 gefallen), in der Tat. Die Mannschaft um Mario Götze, der über eine Stunde durchhielt und sich auch stets als Anspielstation präsentiert hat, hingegen nicht - wenn man nach Trainer Bosz geht: "Mit dem Ergebnis war ich zufrieden, unser Spiel muss aber besser werden. Vor allen Dingen bei Ballbesitz müssen wir schneller die Seite wechseln. Das hat heute zu lange gedauert."

Sokratis muss Medikamente nehmen

Sokratis Papastathopoulos

Es ging nicht mehr: Sokratis musste wegen Übelkeit ausgewechselt werden. imago

Bosz verriet derweil auch noch, wie es um Sokratis bestellt ist. Dem Griechen war in der ersten Halbzeit übel geworden und musste in der 40. Minute durch Sommerneuzugang Ömer Toprak, der damit zu seinem Pflichtspieldebüt für den BVB kam, ausgewechselt werden. "Er war zwei Tage krank", bestätigte Bosz nach Spielende. "Er hatte etwas mit dem Magen - und heute war die Kraft einfach nicht da. Er muss nun Medikamente nehmen und schnell wieder zu Kräften kommen." In Richtung WM-Qualifikation mit der griechischen Nationalmannschaft wird Sokratis dennoch abheben - schließlich stehen wichtige Spiele gegen Estland (31. August) und gegen Belgien (3. September) an.

mag

Bilder zur Partie Borussia Dortmund - Hertha BSC