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Sahin auch als Manager meisterlich

Dortmunder entscheidet Profi-Ranking für sich

Sahin auch als Manager meisterlich

Nuri Sahin holte auch unter den 16 Profi-Managern den Titel. Mats Hummels war im Managerspiel sogar noch erfolgreicher.

Nuri Sahin holte auch unter den 16 Profi-Managern den Titel. Mats Hummels war im Managerspiel sogar noch erfolgreicher. imago

Unter den 16 teilnehmenden Profis aus der Bundesliga lag Dortmunds Nuri Sahin die komplette Rückrunde allein auf weiter Flur auf Rang eins des internen Liga-Rankings und ließ sich den Titel am Ende nicht mehr nehmen. Mit 12 Minuspunkten denkbar schlecht in die Saison gestartet, begann der BVB-Youngster ab dem 2. Spieltag mit der Aufholjagd und thronte ab dem 17. Spieltag dauerhaft über der kompletten Bundesliga-Konkurrenz. Seine stärksten Punktebringer waren dabei seine Teamkollegen Mats Hummels (139) und Mario Götze (118) sowie trotz seines verletzungsbedingten Ausfalls an den letzten vier Spieltagen natürlich er selbst (124). Mit diesem Trio konnte er auch die unterirdischen Leistungen seines Offensivduos Paolo Guerrero (-52) und Halil Altintop (-78) kompensieren. Nach dem Wechsel seines Keepers Faryd Mondragon in die USA trug Sahins Ersatzmann André ter Stegen an den letzten sechs Spieltagen noch starke 24 Puntke zum Gesamtsieg des Türken bei.

Das Classic-Team von Nuri Sahin: Mondragon (ter Stegen) - Amedick, Hummels, Toprak (Basala-Mazana) - Cicero, Gündogan, Sahin, Didavi, Götze (Alaba) - Guerrero, Halil Altintop (Son).

Hinter Sahin bewiesen bei der Kaderfindung vor der Saison vor allem Nürnbergs Offensiv-Allrounder Mike Frantz (138 Punkte) und Leverkusens Angreifer Stefan Kießling (136) ein gutes Näschen. Den letzten Platz belegt Kölns Sebastian Freis (-117), der am Ende knapp hinter Hannovers Ersatz-Keeper Florian Formlowitz (-115) über die Ziellinie ging.

Das Profi-Ranking 2010/11

Platz Spieler Verein Punkte Gesamtplatz
1. Nuri Sahin Borussia Dortmund 200 18.125
2. Mike Frantz 1. FC Nürnberg 138 33.865
3. Stefan Kießling Bayer Leverkusen 136 34.455
4. Christian Träsch VfB Stuttgart 110 43.065
5. Tim Wiese Werder Bremen 62 61.212
6. Tobias Levels Borussia Mönchengladbach 61 61.574
7. Sascha Riether VfL Wolfsburg 7 83.683
8. Florian Dick 1. FC Kaiserslautern 4 84.943
9. Christian Eichner 1. FC Köln 1 86.118
10. Niko Bungert 1. FSV Mainz 05 -1 86.933
11. Timo Schultz FC St. Pauli -5 88.550
12. Maik Franz Eintracht Frankfurt -19 93.966
13. Christoph Moritz FC Schalke 04 -53 106.012
14. Heiko Butscher SC Freiburg -66 110.032
15. Florian Fromlowitz Hannover 96 -115 122.069
16. Sebastian Freis 1. FC Köln -117 122.477

Vom FC Bayern München und dem Hamburger SV nahm leider kein Profi am Classic-Modus teil, 1899 Hoffenheim ist nach dem Wechsel von Christian Eichner zu Köln im Winter auch nicht vertreten - dafür sind die Domstädter mit zwei Akteuren dabei.

Hummels setzt noch einen drauf

Wie viele weitere Bundesliga-Profis sich als kicker-Manager versuchten, ist nicht explizit bekannt, Sahins Sieggarant Mats Hummels war aber definitiv dabei. Und wie! Sowohl in der Classic- als auch der Interactive-Variante bewies der Nationalverteidiger sein Können im Managerspiel und beendete die Saison in beiden Modi mit Top-Platzierungen. So standen nach 34 Spieltagen überragende 518 Classic-Punkte (Platz 65) sowie 1451 Interactive-Zähler (Platz 321) zu Buche. Logisch, dass auch die Hummels-Kader mit Meisterspielern aus den eigenen Reihen gespickt waren (Classic: Kagawa, Sahin, Hummels; Interactive: Subotic, Götze, Sahin, Hummels).

BVB-Fan René Neumann.

War in der Summe bei Classic und Interactive der beste Manager der Saison: BVB-Fan René Neumann aus Recklinghausen. kicker

Bewertet man die Classic- und Interactive-Ergebnisse der Teilnehmer in der Summe, landete Hummels (1969 Punkte) in diesem inoffiziellen Ranking deutschlandweit auf Rang sechs! Bester Manager beider Spielmodi war indes BVB-Fan René Neumann aus Recklinghausen mit insgesamt 5042 Zählern (427 + 1615), der darüber ziemlich überrascht war: "Bin ich wirklich der Erste? Sozusagen als BVB-Fan nun zum zweiten Mal Deutscher Meister in diesem Jahr? Mir war überhaupt nicht mehr bewusst, dass ich auch bei der Classic-Variante teilgenommen habe. Vielmehr habe ich immer mit Spannung die Interactive-Variante verfolgt", so der 24-Jährige. In seiner Managerliga "Fugazi", die überwiegend aus Schalke-Fans besteht, hat es Neumann den "Blauen mal richtig gezeigt" und resümiert sein Erfolgsjahr mit den Worten von Meisterkeeper Roman Weidenfeller: "We have a grandios Saison gespielt."