3. Liga

1. FC Saarbrücken kehrt 2020 in den Ludwigspark zurück

Aufsteiger kann bald wieder im eigenen Stadion antreten

Saarbrücken nicht mehr "heimatlos": Rückkehr in den Ludwigspark noch 2020

Ludwigsparkstadion

Noch in diesem Jahr bezugsfertig: das Ludwigsparkstadion in Saarbrücken. imago images

"Heute ist ein Tag der Freude", verkündete Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit FCS-Präsident Hartmut Ostermann und Projektleiter Martin Welker am Freitagvormittag. Noch 2020 soll die vom Verein lang ersehnte Rückkehr in das heimische Ludwigsparkstadion erfolgen. Die Spielstätte befindet sich seit 2015 im Umbau zum reinen Fußballstadion, seitdem hatte die Mannschaft ihre Heimspiele im benachbarten Völklingen austragen müssen.

"Wir sind froh, dass diese Phase zu Ende geht", bekräftigte Ostermann. "Wir waren fünf Jahre heimatlos." Ein wenig muss sich Saarbrücken dennoch noch gedulden, einen fixen Termin für die Rückkehr gibt es noch nicht. Conradt wollte nur definitiv zusagen, dass 2020 noch zwei FCS-Spiele im Ludwigspark ausgetragen werden. "Wir bemühen uns aber, dass es mehr werden", so der Oberbürgermeister. Obwohl die Baumaßnahmen dann noch nicht komplett abgeschlossen sein werden, ist auch die Zulassung von Zuschauern auf der Baustelle vorgesehen - wenn es die Corona-Pandemie erlaubt. Die Aufsichtsbehörden und der DFB müssen den Plänen noch zustimmen.

Mögliches Pokalspiel noch in Völklingen

Was aber passiert in den Spielen bis zum Wiedereinzug? Sollte sich Saarbrücken über den Saarlandpokal (Endspiel am 22. August) für den DFB-Pokal qualifizieren, würde die Erstrundenpartie gegen den FC St. Pauli wohl wieder in Völklingen stattfinden. Dort hatte der FCS unter anderem auch alle seine Spiele in der historischen letzten Pokal-Saison ausgetragen, in der Saarbrücken als erster Viertligist bis ins Halbfinale (0:3 gegen Leverkusen) vorstieß.

Antrag geplant: Auch 3. Liga in Völklingen?

Schwieriger könnte es mit den ersten Drittliga-Spielen nach dem Aufstieg werden. Das Völklinger Stadion erfüllt die DFB-Vorgaben nicht. Präsident Ostermann gab allerdings zu Protokoll: "Wir prüfen die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen, um auch die restlichen Spiele in Völklingen zu absolvieren."

Sollte das nicht möglich sein, würde Saarbrücken im knapp 190 Kilometer entfernten Stadion am Bornheimer Hang des FSV Frankfurt antreten müssen. "Elversberg war und ist bis heute nicht drittligatauglich, Kaiserslautern war aus mehreren Gründen keine Option", erklärte Ostermann. Um die Lizenz für die 3. Liga zu erhalten und den Aufstieg zu realisieren, sei Frankfurt "die einzige Lösung" gewesen.

mib

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