Bundesliga

Rummenigge: "Zwei Mann hatten Normalform"

Der FC Bayern und die Suche nach der Form

Rummenigge: "Zwei Mann hatten Normalform"

Ein wenig ratlos wirkten die Münchner Spieler beim 0:3 gegen den FC Liverpool.

Ein wenig ratlos wirkten die Münchner Spieler beim 0:3 gegen den FC Liverpool. Getty Images

"Liverpool hat so gut wie alle Zweikämpfe gewonnen und war spritziger. Vielleicht hatten wir heute einen müden Tag und natürlich liegt unser Fokus auch am Samstag beim Supercup. Man muss aber auch anerkennen, dass Liverpool weiter ist als wir und eine Woche früher in die Liga startet", analysierte Karl-Heinz Rummenigge in der ARD die deutliche Niederlage gegen die Engländer. "Es hatten heute nur zwei Mann Normalform, das waren der Torwart (Sven Ulreich; d. Red.) und Javi Martinez. Die anderen hatten alle gewisse Probleme", so der Vorstandsvorsitzende der Münchner weiter.

James wird am Mittwoch untersucht

Spielbericht

"Wir sind noch nicht in bester Verfassung und haben offensiv und defensiv nicht gut gespielt. Normalerweise kassieren wir nicht so viele Tore. Das Problem ist klar: Wir brauchen mehr Balance", meinte derweil Coach Carlo Ancelotti, nachdem seine Akteure über die vollen 90 Minuten keine einzige hochkarätige Torchance herausgespielt und auf der anderen Seite Liverpool immer wieder zu Kontern eingeladen hatte .

Für die von Ancelotti geforderte Balance gegen Liverpool war es zweifellos nicht gerade hilfreich, dass mit James (muskuläre Probleme) sowie Thiago und David Alaba (Ancelotti: "Beide haben einen Schlag abbekommen") gleich drei Stammkräfte während der Partie angeschlagen ausgetauscht werden mussten. Während laut des Italieners die Blessuren bei Letzteren "kein großes Problem" seien, werde James am Mittwoch genauer untersucht. Die gute Nachricht indes: Zumindest für den Supercup rechnet Ancelotti mit der Einsatzfähigkeit der zuletzt pausierenden Jerome Boateng und Arjen Robben.

Müller: "Nicht gut zu spielen, tut weh"

Dass Fehler wie im Spiel gegen die Klopp-Elf - ungeachtet der personellen Situation - auch ein wenig am Selbstvertrauen nagen, bestätigte indirekt Thomas Müller, der den FCB als Kapitän aufs Feld geführt hatte: "Wir haben es über die gesamte Spielzeit nicht geschafft, als Einheit aufzutreten. Wir stehen an einem Punkt, wo alles noch nicht 100 Prozent ist", sagte der Nationalspieler, der vor dem Spiel um Platz drei gegen den SSC Neapel, das bereits am Mittwoch um 17.45 Uhr stattfindet, zudem an seine Teamkollegen appellierte: "Wir müssen schleunigst nach vorne schauen. Nicht gut zu spielen, tut weh. Wir müssen auf jeden Fall eine Reaktion zeigen."

Auch Rummenigge forderte angesichts des Spiels gegen Dortmund am Samstag und vor allem des langsam, aber sicher näher rückenden Bundesliga-Auftakts am 18. August gegen Bayer Leverkusen: "Der Trainer wird sicher morgen etwas rotieren, da wir am Samstag ja schon den Supercup haben. Abschenken wollen wir das Spiel aber sicher nicht. Wir müssen versuchen, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Es sind noch zwei Wochen, aber auch die können schnell vorbei sein."

jom