Bundesliga

Rummenigge: Seine drei Bayern-Pläne bis zum 31. Dezember 2021

Bayern-Boss über seinen Abschied und die Zeit danach

Rummenigge: Seine drei Bayern-Pläne bis zum 31. Dezember 2021

Will den Erfolg bei Bayern "konservieren": Karl-Heinz Rummenigge.

Will den Erfolg bei Bayern "konservieren": Karl-Heinz Rummenigge. imago images

Am 31. Dezember 2021 wird Karl-Heinz Rummenigge sein Amt als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern an Oliver Kahn übergeben - und daran wird sich auch nichts mehr ändern. "Nein!", sagt der ab Freitag 65-Jährige im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. "Es gibt kein anderes Szenarium, das ich im Hinterkopf habe, übrigens auch nicht, um meine Tätigkeit vorher zu beenden."

Ich habe es noch nicht erlebt, dass wirklich alle Spieler so hinter einer Philosophie standen.

Rummenigge über Flick

Für seine finalen 15 Monate als Bayern-Boss hat Rummenigge klare Pläne. "Erstens, dass wir sportlich in der Spur bleiben. Das sind wir seit acht Jahren. Mit dem Triple haben wir gerade etwas Außerordentliches erreicht. Jetzt gilt es, diesen großen Erfolg so zu konservieren, damit es auch im Jahr 2021 wieder etwas zu feiern gibt." Dafür müsse man "Glücksfall" Hansi Flick jetzt "gut begleiten". Der Trainer habe den Charakter der Mannschaft "nachhaltig positiv" beeinflusst. "Ich habe es noch nicht erlebt, dass wirklich alle Spieler so hinter einer Philosophie standen."

Das zweite große Ziel betreffe "Corona und die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie: Auch der FC Bayern München steht vor einem finanziell herausfordernden Jahr. Diese Situation müssen wir managen, um wie in der zurückliegenden Saison finanziell mit einem blauen Auge davonzukommen." Die "Schmerzen" für Fußball-Europa würden in der nun laufenden Spielzeit "noch größer" als in der vergangenen - von Bayern bis Frankfurt, Madrid bis Mainz: "Es wird alle finanziell hart treffen."

"Ich bin völlig ungeeignet für ein Amt in einem Verband"

Der dritte Punkt auf Rummenigges Agenda: "Ein großes persönliches Anliegen ist mir das weitere Einarbeiten von Oliver Kahn. Wenn ich Ende 2021 den Staffelstab an ihn übergebe, muss das nahtlos geschehen. Es ist wichtig, dass er seine Ideen mit meinen Erfahrungen, die ich dann 20 Jahre als Vorstandsvorsitzender sammeln durfte, verquickt, und er dann so fit ist, dass Bayern München weiter so erfolgreich in der Spur bleibt, wie ich das glücklicherweise in meiner ganzen Ära erleben durfte." Kahn erlebe er - wie "übrigens alle auf der Vorstandsetage" - als "qualitativ sehr guten und loyalen Kollegen, die Zusammenarbeit ist sehr harmonisch".

Doch was plant Rummenigge selbst ab dem 1. Januar 2022? "Ich habe noch keinen konkreten Plan", sagt er, "aber ich habe auch keine Angst davor. Es wird mir hoffentlich nicht langweilig werden." Fest steht für ihn nur: "Ich bin völlig ungeeignet für ein Amt in einem Verband." Er habe also "nicht vor, irgendeinem Gremium anzugehören".

jpe

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