Bundesliga

Ruhnert erklärt geplatzten Isco-Deal: "Das geht so nicht"

Spieleragentur wollte Vertrag kurzfristig ändern

Ruhnert erklärt den geplatzten Isco-Deal: "Das geht so nicht"

Hat schon früh den Kontakt zu Isco gesucht: Geschäftsführer Oliver Ruhnert

Hat schon früh den Kontakt zu Isco gesucht: Geschäftsführer Oliver Ruhnert picture alliance / contrastphoto

Die fast unglaubliche Story startete kurz vor Weihnachten, wie Ruhnert im Gespräch mit dem TV-Sender "Sky" vor dem Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg verriet, als Iscos Vertrag in Sevilla aufgelöst worden war. "Wir gehen da einfach mal rein und schauen, ob es eine Möglichkeit gibt, aber das war erstmal nicht der Fall."

Doch die Berliner hatten Blut geleckt und ließen nicht locker. "Dann haben wir nochmal nachgehakt. Es war ein Prozess und wir sind da drangeblieben und haben gedacht, dass das interessant sein kann. Es hat sich in den letzten zehn Tagen doch sehr intensiviert."

Viele Fans dachten lange, dass es ein Scherz sei, dass Isco wirklich ein Kandidat bei den Eisernen sein könnte. Doch am Dienstag tauchte er dann tatsächlich zum Medizincheck in Berlin auf. Alles klar also? Mitnichten. "Das ist der Grund, warum wir Verträge nie verkünden, bevor sie nicht unterschrieben sind", sagte Ruhnert dazu.

"Dann wurden nochmal Änderungen am Vertrag gewünscht"

Warum es nicht zur Unterschrift kam, erklärte Ruhnert ebenfalls: "Wir mussten feststellen, dass die vorher besprochenen Dinge von Seiten der Spieleragentur anders waren. Bevor man einen Medizincheck durchführt, sind ja alle Dinge besprochen und waren für uns klar. Dann wurden nochmal Änderungen am Vertrag gewünscht."

So wie das Paket ursprünglich geplant gewesen sei, wäre es für Union machbar gewesen. "Nachdem die Änderungen heute da waren, haben wir gesagt: 'Das geht so nicht'", erzählt der Geschäftsführer die missliche Situation vor Ort. "Dann war es für uns klar, dass wir sagen - auch wenn der Spieler schon da ist - dass wir uns nicht darauf einlassen, irgendwelche Dinge zu tun, die nicht zu uns passen." Nur weil der Spieler vor Ort in Berlin und der öffentliche Druck da sei, wolle man die eigene Philosophie nicht verlassen.

"Das haben wir vorher noch nie gehabt"

Auch für Ruhnert war der Tag eine Premiere. "Das haben wir vorher noch nie gehabt", gibt er zu. "Am Ende muss ja der Spieler entscheiden. Er war wahrscheinlich von anderen Voraussetzungen ausgegangen."

Die "Bild" hatte Iscos Berater-Agentur Gestifute zitiert: "Wir mussten im Verlauf der Gespräche feststellen, dass unser Verhandlungspartner nicht mehr bereit war, sich in dem ursprünglich besprochenen Rahmen zu bewegen."

Isco wurde beim FC Valencia ausgebildet und kam über den FC Malaga zu Real Madrid. Bei den Königlichen kam er zwischen 2013 und 2022 auf 353 Einsätze. Dabei brachte er es auf 53 Tore und 57 Vorlagen. Bis Dezember stand er vier Monate beim FC Sevilla unter Vertrag. Er wäre wohl Unions namhaftester Neuzugang der Klubgeschichte gewesen.

tru