Bundesliga

Rückenstärkung für Schmadtke: Wolfsburg will wieder Ruhe

Aufsichtsratsvorsitzender Witter äußert sich

Rückenstärkung für Schmadtke: Wolfsburg will wieder Ruhe

Teil einer "handlungsstarken sportlichen Leitung": Jörg Schmadtke.

Teil einer "handlungsstarken sportlichen Leitung": Jörg Schmadtke. picture alliance/dpa

Der VfL veröffentlichte am Freitagabend ein Statement des Aufsichtsratsvorsitzenden Frank Witter, der sich ausdrücklich hinter Geschäftsführer Jörg Schmadtke stellte. "Wir haben beim VfL Wolfsburg in den letzten vier Jahren unter der sportlichen Führung von Jörg Schmadtke eine Geschlossenheit wiedererlangt, die uns - sportlich und auch als Verein - sehr gutgetan hat", sagte der 63-Jährige.

"Ich kann versichern, dass wir uns durch keine noch so substanzlose öffentliche Spekulation oder vermeintliche Indiskretion auseinanderdividieren lassen. Wir sind unverändert sehr froh, mit Jörg Schmadtke und Marcel Schäfer seit 2018 eine nicht nur sehr kompetente, sondern auch handlungsstarke sportliche Leitung zu haben."

Nachdem die Verpflichtung von Niko Kovac (Vertrag bis 2025) als neuer Trainer unmittelbar vor der Tür steht, ist man beim VfL nun darauf aus, wieder für Ruhe zu sorgen - und zwar, indem man dem scheidenden Geschäftsführer - Schmadtke wird den Klub Ende Januar 2023 verlassen - ausdrücklich den Rücken stärkt.

In diesem Kontext ist auch Witters Statement zu verstehen, das allerdings mit einen Tagen Verspätung kommt. Bis zuletzt hatte ein klares Bekenntnis zum zuvor öffentlich bloßgestellten Geschäftsführer gefehlt. Dieses kam nun.

Fragen bleiben dennoch: Wie kam es zur Trennung von Florian Kohfeldt und zum plötzlichen Sinneswandel Schmadtkes? Warum wurde der Trainer, obwohl seine Entlassung bereits feststand, mit dem Glauben in das Bayern-Spiel und die anschließende Pressekonferenz geschickt, dass er VfL-Coach bleibt?

Thomas Hiete, drm