Tennis

Australian Open: Rublev siegt im Fünfsatz-Krimi gegen Runde

Australian Open: Olympiasiegerin Bencic ausgeschieden

Rublev siegt im Fünfsatz-Krimi - Teenager Fruhvirtova verpasst nächste Überraschung

Musste kräftig zittern: Andrey Rublev.

Musste kräftig zittern: Andrey Rublev. IMAGO/Uk Sports Pics Ltd

Die erste Hürde, seinen Viertelfinal-Fluch bei Grand Slams zu durchbrechen, hat Andrey Rublev gemeistert - wenn auch mit ganz viel Mühe.  Der 25-Jährige setzte sich in einem bei den Australian Open am Montag in einem Achtelfinal-Krimi gegen den aufstrebenden Dänen Holger Rune mit 6:3, 3:6, 6:3, 4:6, 7:6 (11:9) durch. Der Russe wehrte im fünften Satz zwei Matchbälle ab und meldete sich auch im Match-Tiebreak zurück, obwohl Rune bereits mit 5:0 führte.

"Es ist das erste Mal, dass ich so ein Match noch gewinne. Ich zittere etwas", meinte Rublew, der nun zum insgesamt siebten Mal in der Runde der letzten Acht bei einem Grand Slam-Turnier steht, es aber noch nie weiter geschafft hat. Nun wartet allerdings der Sieger der Abendpartie (Ortszeit) zwischen Titelfavorit Novak Djokovic und dem Australier Alex de Minaur.

Aus für Olympiasiegerin Bencic

Nicht gut lief es in der Rod Laver Arena für Olympiasiegerin Belinda Bencic. Die 25 Jahre alte Schweizerin musste sich im Achtelfinale von Melbourne der Belarussin Aryna Sabalenka 5:7, 2:6 geschlagen geben. Damit platzte Bencics Traum vom ersten Grand-Slam-Titel.

Sabalenka nimmt ihren ersten Major-Triumph dagegen einmal mehr in den Blick. Bereits drei Halbfinals spielte die 24-Jährige auf der ganz großen Bühne, für mehr reichte es noch nicht.

17-jährige Fruhvirtova scheitert an Vekic

Linda Fruhvirtova

Musste sich knapp geschlagen geben: Linda Fruhvirtova. IMAGO/Shutterstock

Im Viertelfinale trifft sie auf die Kroatin Donna Vekic, die sich gegen die erst 17-jährige Tschechin Linda Fruhvirtova mit 6:2, 1:6 und 6:3 durchsetzte. Fruhvirtova wäre bei einem Sieg die jüngste Viertelfinalistin in Melbourne seit 25 Jahren geworden.

Ebenfalls im Viertelfinale stehen die frühere Weltranglistenerste Karolina Pliskova und die Polin Magda Linette. Pliskova gewann am Montag ihr Match gegen Zhang Shuai aus China klar mit 6:0, 6:4. Linette überraschte mit dem 7:6 (7:3), 6:4 gegen die an Nummer vier gesetzte Caroline Garcia und feierte den größten Grand-Slam-Turniererfolg ihrer Karriere. Die Französin Garcia hatte in der Runde zuvor die deutsche Spielerin Laura Siegemund aus dem Wettbewerb geworfen. Linette und Pliskova kämpfen am Mittwoch im direkten Duell um einen Halbfinalplatz.

Doppel: Mies steht mit Peers im Viertelfinale

Doppelspieler Andreas Mies hat beim ersten Grand-Slam-Auftritt mit seinem neuen Partner John Peers das Viertelfinale erreicht. Der zweimalige French-Open-Gewinner siegte am Montag an der Seite des Australiers gegen die Lokalmatadoren Alex Bolt/Luke Saville souverän mit 6:0, 6:3 und steht damit in Melbourne erstmals in der Runde der besten acht Doppel. Im Kampf ums Halbfinalticket warten als nächste Gegner auf Mies/Peers die an Nummer acht gesetzten Marcel Granollers (Spanien)/Horacio Zeballos (Argentinien).

Im vergangenen November hatte Mies die Trennung von seinem langjährigen Erfolgspartner Kevin Krawietz, mit dem er 2019 und 2020 in Paris auf Sand den Grand-Slam-Titel gewinnen konnte, bekannt gegeben. Auch Krawietz hat in Tim Pütz einen neuen Doppelpartner, in Melbourne fehlt er allerdings, weil er bald Vater wird.

nik, dpa, sid