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Rot-Weiß Oberhausen: Mit vielen Fragen in die Zukunft

Neun auslaufende Verträge und noch keine Gespräche

Rot-Weiß Oberhausen: Mit vielen Fragen in die Zukunft

Neun Verträge enden im Sommer: Patrick Bauder ist gefordert, Oberhausens Weichen zu stellen.

Neun Verträge enden im Sommer: Patrick Bauder ist gefordert, Oberhausens Weichen zu stellen. FUNKE Foto Services

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Eine englische Woche mit dem dritten Sieg zu beenden, lässt aufatmen und auch frohlocken. "Wir sind jetzt Vierter und froh, dass wir zwischendurch ins Halbfinale um den Niederrheinpokal gekommen sind", bilanzierte Oberhausens Trainer Mike Terranova (46) kurz nach dem 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Kaan-Marienborn und richtete den Blick schon auf das Verfolgerduell mit Fortuna Köln, das am Freitagabend im Stadion Niederrhein über die Bühne gehen wird (19.30 Uhr).

"Es tut gut, dass wir nach langer Zeit tatsächlich Wechsel vornehmen können, die uns nach vorn bringen", merkte er an. In der Tat hatte er nach der Pause für den defensiven Matona-Glody Ngyombo (25) den technisch starken Jan-Lucas Dorow (29) ins offensive Mittelfeld positioniert, der das Angriffsspiel qualitativ auf eine neue Stufe hob und immer wieder gefährliche Situationen gegen die diszipliniert stehenden Siegerländer einleitete. Dorow war es auch, der per Doppelpass die Viererkette aushebelte und Sven Kreyer (31) das Tor des Tages in der 53. Minute ermöglichte.

Fehlende Zahlen behindern Planung

Unter der Woche wird Patrick Bauder (33), der Sportliche Leiter, vom Oberhausener Präsidium und Aufsichtsrat die Zahlen erhalten, um die nächste Spielzeit zu planen. Das war zuletzt viel zu spät geschehen und hatte einige Vorhaben behindert bis durchkreuzt.

Neun Verträge laufen im Sommer aus - und bislang ist nur klar, dass aus der U 19, die gerade aus der Bundesliga absteigt, Torwart Phil-Mirko Lenuweit, Innenverteidiger Dominik Burghard und Defensivallrounder Kerem Yalcin (alle 18) einen Vertrag erhalten. "Wasserstandsmeldungen werden wir nicht abgeben", hält Bauder sich zurück, zumal er betont: "Wir haben noch mit keinem gesprochen, alle sind uns lieb und teuer." Der angeblich mal wieder von Alemannia Aachen umworbene Nils Winter (29) sandte nach dem Abpfiff immerhin schon mal ein positives Signal und erklärte: "Ich fühle mich hier in Oberhausen sehr wohl."

Die letzten Spiele

Dazu dürfte auch das Abschneiden im Landespokal beitragen, denn nach einem "sehr erwachsen" (Winter) herausgespielten 6:0 über Bezirksligist ASV Mettmann stehen die Kleeblätter im Halbfinale und treffen da auf die SpVgg Germania Ratingen. Mit dem Oberligisten will Bauder zeitnah Kontakt aufnehmen, um das Heimrecht zu tauschen: "Hier sind die Voraussetzungen für alle Beteiligten einfach besser."

Gustav Wentz

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