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Rot-Weiß Erfurt: Gerber bangt um erfolgreiche Entwicklung

Oberliga NOFV-Süd

Rot-Weiß Erfurt: Franz Gerber sorgt sich um sportliche Entwicklung

An den Fans liegt es nicht: Der Zuspruch der RWE-Anhänger ist für Oberliga-Verhältnisse herausragend.

An den Fans liegt es nicht: Der Zuspruch der RWE-Anhänger ist für Oberliga-Verhältnisse herausragend. imago images/Karina Hessland

Zweimal musste Rot-Weiß Erfurt zuletzt zwangspausieren: Für das ausgefallene Spiel gegen den FC An der Fahner Höhe steht mit dem 06. November nun ein Nachholtermin fest, wann die Partie gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf steigen kann, ist noch offen. Eine sportliche Konsequenz gibt es jedenfalls schon: Der VFC Plauen verdrängte Erfurt in der Oberliga NOFV-Süd zwischenzeitlich vom 1. Platz.

Der Hintergrund: Zahlreiche RWE-Spieler waren nicht geimpft, was das enorme Ausmaß des Corona-Einschlags erklärt. Nun sorgt sich Investor Franz Gerber, der sich auch in sportlichen Belangen intensiv einbringt, um den weiteren Verlauf der Saison, die bekanntlich in der Regionalliga enden soll: "Wenn die erkrankten Spieler wieder trainieren dürfen, fangen sie praktisch bei null an. Die kommen ja nach fast zwei Wochen nicht gut erholt aus dem Urlaub, sondern wir müssen sie behutsam erst wieder an höhere Belastungen heranführen", sagte Gerber gegenüber dem kicker. Man habe vergeblich darum geworben, dass sich alle Spieler impfen lassen. Immerhin: Bis auf leichte Symptome gehe es allen Infizierten gut, meldete RWE jüngst via Facebook.

Dabei lief es in der Saison bislang ziemlich: Mit dem Trainerteam um Fabian Gerber, Franz Gerbers Sohn, ist die junge Mannschaft - Altersdurchschnitt 22,2 Jahre - nach wie vor ungeschlagen, sammelte in zehn Punktspielen 26:7 Tore und 24 Punkte. Auch das Interesse der RWE-Fans ist für Oberligaverhältnisse groß: In den vier Heimspielen kamen im Schnitt 2136 Zuschauer ins schmucke Steigerwaldstadion.

DFL-Gelder: RWE geht leer aus

Eine weitere Positivmeldung der vergangenen Tage erwies sich als Luftnummer: Von den 110.000 Euro, die die Deutsche Fußball Liga (DFL) dem FC Rot-Weiß Erfurt für die Ausbildung der Zweitliga-Debütanten Ilia Gruev, Tobias Kraulich und Marvin Lee Rittmüller überwies, bleibt weder für die vor einem Jahr neu gegründete FC Rot-Weiß Erfurt Fußball GmbH noch die Nachwuchsakademie des Vereins etwas übrig. Weil das Trio vor dem 1. Juli 2020 und damit vor Herauslösung des Klubs aus dem laufenden Insolvenzverfahren ausgebildet wurde, fließt das Geld komplett in die Insolvenzmasse.

Alles zur aktuellen Situation bei RWE und zum neuen Ungemach im Insolvenzverfahren lesen Sie in der aktuellen Montagsausgabe des kicker.

jam

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