Bundesliga

Rost fordert "richtige Truppe"

Hamburg: Huub Stevens kritisiert die DFL

Rost fordert "richtige Truppe"

Torwart Frank Rost

Ins Netz geflogen: Hamburgs Torwart Frank Rost. imago

Tags zuvor hatte Stevens seinem Ärger Luft gemacht und nach Münchner Vorbild die Ansetzung des Liga-Gipfels, 43 Stunden nach dem UEFA-Cup-Spiel gegen Rennes, angeprangert. "Was hat Oliver Kahn noch gesagt? Krawattenträger? Ich bestimme die Spielplangestaltung nicht, ich würde es anders machen."

Im Vorfeld der zwei Partien hatte die Hamburger zu dem Thema geschwiegen, nach der Niederlage bezogen sie Stellung. Eine faule Ausrede? Stevens verneint: "Ich habe nur gesagt, es ist normal, dass du nach nur 43 Stunden Pause schwer ins Spiel kommst. Und, dass wir bislang häufiger betroffen waren als andere." Stevens geht gar noch weiter: "Ich weiß, dass Deutschland Punkte für die UEFA-Cup-Wertung braucht, aber vielleicht müssen wir mit Blick auf die Bundesliga, jetzt, da wir fast durch sind, dennoch Spieler schonen."

Mehr noch als die Doppelbelastung aber entschieden Unzulänglichkeiten. Beim ersten Gegentor hob Atouba das Abseits auf, standen Mathijsen und Boateng schlecht. Jerome Boateng: "Ich hatte vorher beide Kontaktlinsen verloren, sah schlecht. Das war ein Abstimmungsfehler." Beim zweiten Tor stand Kompany, erst nur Ersatz und als Defensiv-Joker glücklos, Pate.

"Wir sind jetzt erstmal wieder ein bisschen hinten dran, aber die Saison ist noch lang."

Bastian Reinhardt

Der Blick soll dennoch weiter nach oben gehen. "Nach diesem Dämpfer müssen wir jetzt zeigen, dass wir eine richtige Truppe sind", fordert Frank Rost und auch Bastian Reinhardts Marschrichtung ist grundsätzlich unverändert: "Wir sind jetzt erstmal wieder ein bisschen hinten dran, aber die Saison ist noch lang."

Seine Zielvorgabe vor den ausstehenden Partien gegen Energie Cottbus und beim Karlsruher SC lautet sechs Punkte. "Dann werden wir sehen, wie weit wir zu Weihnachten weg sind von der Spitze." Nigel de Jong pflichtet ihm bei: "Es ist ein ungewohntes Gefühl zu verlieren. Aber wir werden deshalb jetzt nicht in ein Loch fallen."