Bundesliga

Gladbach: Roses Plan mit "Hoffi" geht auf

Gladbach dreht gegen München die Partie

Roses Plan mit "Hoffi" geht auf

Nach 26 Minuten musste er noch schimpfen, nach 90 Minuten konnte er sich freuen: Gladbachs Trainer Marco Rose.

Nach 26 Minuten musste er noch schimpfen, nach 90 Minuten konnte er sich freuen: Gladbachs Trainer Marco Rose. imago images

So ganz wollte Gladbachs Trainer Marco Rose den Matchplan vor dem Spiel gegen FC Bayern im Vorfeld der Partie nicht verraten, der Trainer ließ lediglich verlauten, dass er Tiefe herstellen lassen will. Was der Coach mit dieser Aussage meinte, ließ sich in der Anfangsphase der Partie zunächst aber nicht erahnen, denn die Borussia lag nach 26 Minuten bereits mit 0:2 in Rückstand - doch dann griff Roses Plan doch noch: "Wir wollten mit Ball Hoffi (Jonas Hofmann, d. Red.) in die letzte Linie bringen und Lars (Stindl, d. Red.) mehr in den Zwischenräumen spielen lassen", sagte Rose am Mikrofon von DAZN.

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Genau in diesem Zwischenraum kam Lars Stindl in Minute 36 an den Ball und steckte perfekt zu Hofmann durch, der in die Spitze gestartet war - der Anschlusstreffer. "Mit Hoffis Tor ist viel aufgegangen, was wir uns vorgenommen haben." Zuvor seien die Gladbacher Rose zufolge "nicht mutig genug" gewesen, "das 2:1 war dann wichtig für uns", es gab neue Kraft. Fortan ging auch der Matchplan besser auf, denn immer wieder schaffte es die Borussia, gegen eine hochstehende Münchner Verteidigung in die Tiefe zu spielen und glich vor der Pause durch Hofmanns zweiten Treffer sogar noch aus.

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Der Doppeltorschütze freute sich nach der Partie: "Wir haben beide Tore genau so erzielt, wie wir uns das vorgestellt haben. Viele hatten uns nach dem 0:2 nicht mehr so auf der Rechnung." Dass Florian Neuhaus dann sogar noch sein Handspiel, das zum Elfmeter und schließlich 0:1 führte ("blöde Aktion", Neuhaus), mit einem traumhaften Schlenzer wiedergutmachte und so die Partie drehte, damit hätten nun wirklich nur die Wenigsten gerechnet. Schließlich hatten die Bayern zuletzt am 14. Spieltag der letzten Saison nach Führung verloren. Allerdings hieß der Gegner damals auch Borussia Mönchengladbach!

Jetzt gilt es dranzubleiben

"Am Ende war es ein harter Kampf", gab Hofmann zu und sein Trainer fügte an, dass seine Mannschaft sich heute das Spielglück auch erarbeitet hatte. Lange jubeln wollte Rose unmittelbar nach der Partie aber nicht, vielmehr schärfte er bereits die Sinne seiner Spieler: "Wir müssen dran bleiben, das ist die Kernbotschaft."

In der Tat hat die Borussia zwar punktemäßig auf die internationalen Plätze aufgeschlossen, doch Wolfsburg kann bereits am Samstag bei Union Berlin (15.30 Uhr) wieder davonziehen - deswegen gilt: Nachlegen und am besten schon am Samstag in einer Woche gegen Stuttgart (18.30 Uhr).

sts

Bilder zur Partie Bor. Mönchengladbach - Bayern München