Bundesliga

Roses neue Möglichkeiten - BVB ohne Schulz gegen Hoffenheim

Halstenberg kein Thema in Dortmund

Roses neue Möglichkeiten - BVB ohne Schulz gegen Hoffenheim

Will seinen zweiten Bundesliga-Sieg als BVB-Trainer einfahren: Marco Rose.

Will seinen zweiten Bundesliga-Sieg als BVB-Trainer einfahren: Marco Rose. picture alliance / Laci Perenyi

Die Grenze zwischen Personalprobleme und dem Luxus, zu viele Spieler für eine Position zu haben, ist manchmal schmal. Bei Borussia Dortmund zumindest hat sich der Kader wieder deutlich gefüllt, Trainer Marco Rose hat für das Spiel gegen Hoffenheim viele Möglichkeiten.

Einen neuen Ausfall im Vergleich zur Niederlage beim SC Freiburg muss der Coach allerdings hinnehmen: Nico Schulz, der in Abwesenheit von Raphael Guerreiro beim Saisonstart den Stamm-Linksverteidiger gegeben hatte, fehlt zumindest am Freitag gegen seinen Ex-Verein TSG Hoffenheim (20.30 Uhr, LIVE bei kicker). Der 28-Jährige hatte sich im Breisgau eine leichte Muskelverletzung zugezogen.

So kam beim Sport-Club in der 38. Minute und damit deutlich früher als geplant der Portugiese Guerreiro zu seinem Saisondebüt. "Hut ab vor Rapha", betonte Trainer Rose nach dem Spiel, denn eigentlich hatte der Linksfüßer am Freitag vor dem Spiel zum ersten Mal nach der durch die EM-Teilnahme verlängerten Sommerpause mit der Mannschaft trainiert. Gegen Hoffenheim ist Guerreiro fast eine Woche weiter und dürfte von Beginn an spielen. Stand jetzt geht der BVB auch mit diesem Duo in die neue Saison, Nationalspieler Marcel Halstenberg ist aktuell kein Thema.

Auf der rechten Abwehrseite lauern Meunier und Can

Auch Thomas Meunier hat seinen Rückstand ein Stück weit aufgeholt. Zum Spiel nach Freiburg war der Belgier nicht mitgereist, sondern hatte in Dortmund weiter an seiner Fitness gearbeitet. Nach dem späten Einstieg in die Vorbereitung und einer COVID-Erkrankung könnte der Rechtsverteidiger erstmals im Kader stehen, aber wohl nicht in der Startelf. Möglich ist dort neben Felix Passlack auch Emre Can, der die Position vergangene Saison bereits in Freiburg gespielt hatte und am vergangenen Wochenende ebenfalls sein Saisondebüt feierte.

Selbiges gilt auch für Mats Hummels, der noch mit Knieproblemen zu kämpfen hatte. Der Routinier dürfte zusammen mit Manuel Akanji wieder die Innenverteidigung bilden, Aushilfe Axel Witsel steht wieder für das zentrale Mittelfeld bereit. Auf der Stammposition des Belgiers hat sich aktuell aber Mahmoud Dahoud festgespielt, ein zweiter Sechser ist in der Raute nicht vorgesehen.

Bellingham wohl gesetzt - Witsel droht die Bank

Auch auf den beiden Achterpositionen, die es sowohl in der Raute als auch in einem ebenfalls möglichen 4-3-3 gibt, hat Rose mehrere Möglichkeiten. Jude Bellingham scheint gesetzt, Giovanni Reyna konnte dagegen bei den Niederlagen gegen München und in Freiburg nicht vollends überzeugen. Möglich, dass Julian Brandt nach seiner COVID-Quarantäne in die Startelf rutscht. Ohne die Erkrankung hätte der Ex-Leverkusener wohl bereits zum Saisonstart von Beginn an gespielt.

Auch ob Rose neben Erling Haaland eine zweite Spitze stellt oder auf eine Grundordnung mit einem Angreifer umstellt, ist offen. Zuletzt konnten weder Neuzugang Donyell Malen noch Youngster Youssoufa Moukoko nachhaltig für sich Werbung machen - anders als Thorgan Hazard, der gegen Frankfurt traf. Allerdings laboriert der Belgier noch an einer Sprunggelenksverletzung, sein Einsatz ist noch offen.

Patrick Kleinmann/MD

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