Bundesliga

Rose: "Wir wollen uns dazwischenpressen"

Gladbachs Trainer und das Fazit nach Platz 2

Rose: "Wir wollen uns dazwischenpressen"

Will in der Rückrunde angreifen: Marco Rose, hier nach dem 0:0 in Berlin mit Denis Zakaria und Fabian Johnson (v.l.).

Will in der Rückrunde angreifen: Marco Rose, hier nach dem 0:0 in Berlin mit Denis Zakaria und Fabian Johnson (v.l.). imago images

Platz 2 nach Abschluss der ersten Halbserie, 35 Punkte - Borussia Mönchengladbach geht mit dem besten Hinrundenergebnis seit der (Meister-)Saison 1976/77 in die Winterpause. Nach dem 0:0 in Berlin zog Trainer Marco Rose ein Fazit und sprach über...

... den Punkt in der Hauptstadt: "Zu den positiven Aspekten zählt, dass wir wieder zu null gespielt haben, zum zweiten Mal hintereinander. Berlin ist eine konterstarke Mannschaft, gegen die sich in den vergangenen Wochen viele Teams die Zähne ausgebissen haben. Die erste Hälfte war schwierig. Die zweite sehr ordentlich. Wir hätten zum Abschluss gerne gewonnen, aber diesen Punkt können wir einfach mal so mitnehmen. Alles gut."

"Was wir uns bis jetzt erarbeitet haben, soll der Startpunkt für eine gute Rückrunde werden"

... sein erstes Halbjahr auf der Borussen-Bank: "Ich fühle mich sehr wohl bei Borussia. Ich bin mit meinem Trainerteam herausragend aufgenommen worden und habe schnell gemerkt, welche Größe und Wucht dieser Verein hat. Es macht unglaublichen Spaß, für diesen Klub zu arbeiten. Die Mannschaft, das habe ich schon häufiger betont, hat einen guten Charakter und ist sehr willig. Was wir uns bis jetzt erarbeitet haben, soll der Startpunkt für eine gute Rückrunde werden. Das Fazit ist sehr, sehr positiv - aber wir blicken schon nach vorne. Wir wollen dranbleiben."

... den Weg der Neuausrichtung: "Wenn man eine Mannschaft auf Platz 5 übernimmt, muss man damit rechnen, dass Vergleiche gezogen werden, und welche Fragen auftauchen könnten, wenn es ein, zwei oder drei Punkte weniger wären als im Vorjahr. Das war schon eine Herausforderung. Zumal das Ziel ja auch lautete, etwas an der Spielweise zu verändern. Es war zu erwarten, dass es nicht ganz so einfach wird und es Rückschläge geben kann, dass man nicht weiß, in welchem Tempo wir vorwärtskommen. Allerdings glaube ich, dass wir nicht nur ein, sondern mehrere Spiele gesehen haben, die sehr mitreißend, ein Stück weit Spektakel waren. Daher denke ich, dass alle Beteiligten bis jetzt einen guten Job gemacht haben. Aber: Wir sind noch lange nicht am Ende. Wir wollen uns als Mannschaft, als Verein weiterentwickeln. "

"Julian Nagelsmann hat es treffend gesagt"

... die Fokussierung auf nur noch einen Wettbewerb: "Wir können mehr trainieren, können uns mehr der Detailarbeit auf dem Platz widmen. Es geht auch darum, weiter an unserem Selbstverständnis zu arbeiten. Wir wollen uns immer wieder auf eine neue Stufe bringen."

... die Tabellenkonstellation: "Es ist eng in dieser Saison. RB Leipzig hat einen herausragenden Kader, einen sehr guten Trainer und verfügt über eine top Infrastruktur. Das ist ein Verein, der dahingehört und auch diesen Anspruch hat. Wir wollen unangenehm sein und uns immer wieder mal dazwischenpressen. Das haben wir geschafft. Um die anderen Mannschaften muss sich keiner Sorgen machen. Julian Nagelsmann hat es treffend gesagt: Vor ein, zwei Jahren war die Bundesliga nicht spannend, und darüber regten sich alle auf. Jetzt ist sie spannend, und es gibt wieder Leute, die sich jetzt Sorgen um die Qualität machen. Einfach mal so nehmen, wie es ist - ich fühle ganz gut damit gerade."

Aufgezeichnet von Andreas Hunzinger und Jan Lustig

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