Bundesliga

Wird Haaland fit? Dortmunds Personallage vor dem Mainz-Spiel

BVB-Trio fällt sicher aus, hinter einem Quartett stehen Fragezeichen

Rose: "Wir versuchen, viele Ausrufezeichen daraus zu machen"

Erläuterte am Donnerstag die Personalsituation: Dortmunds Trainer Marco Rose

Erläuterte am Donnerstag die Personalsituation: Dortmunds Trainer Marco Rose DeFodi Images via Getty Images

Ganz ohne Hilfe ging es am Donnerstag nicht, als BVB-Trainer Marco Rose in der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen Mainz den neusten Stand der Verletztenliste kundgeben sollte. Es war allerdings auch eine lange Aufzählung von Namen, die der 45-Jährige im Kopf haben musste. Und nicht bei jedem der fraglichen Profis konnte Rose eine positive Antwort geben.

Moukoko, Guerreiro und Dahoud fehlen sicher

Youssoufa Moukoko, Raphael Guerreiro (beide Faserriss) und auch Mahmoud Dahoud (Innenbandüberdehnung im Knie) fallen sicher aus am Samstag. Bei vier weiteren Profis ist die finale Entscheidung noch nicht gefallen. So wird bei Manuel Akanji, Thomas Meunier, Thorgan Hazard und Erling Haaland am Ende die Zeit entscheiden, ob sie gegen den FSV mitmachen können oder erst am kommenden Dienstag beim Champions-League-Spiel in Amsterdam auf den Rasen zurückkehren.

"Erling ist in einer Art integrativem Training, da müssen wir sehen, wie es ausgeht", sagte Rose, der versprach, "dass wir alles probieren". Auch Haaland strebe eine Rückkehr an, überstürzen wolle man beim Ausnahmestürmer des BVB allerdings nichts: "Es ist natürlich wichtig, dass Erling zurückkommt. Er gibt uns was, er macht Tore, er ist ein wichtiger Faktor", sagte Rose. "Aber wir waren in der Lage, seinen Ausfall aufzufangen. Wir haben auch ohne in ein Bundesliga- und ein Champions-League-Spiel gewonnen." Noch ist völlig offen, ob Haaland startet, als potenzieller Joker zunächst auf der Bank sitzt oder aber noch einmal komplett aussetzt.

Abwarten bei Hazard und Akanji

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Rose: "Erling möchte unbedingt, aber ..."

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Besser ist die Prognose bei Hazard (Sprunggelenksprobleme) und Akanji (Adduktorenbeschwerden), die beide vorzeitig von ihren Nationalteams zurückkehrten, am Mittwoch aber trainieren konnten. Bei beiden allerdings müsse noch abgewartet werden, wie ihr Körper auf die erneute Belastung reagiere. Auch sei noch offen, wie es bei Thomas Meunier bis zum Wochenende aussähe. "Thomas hat nach wie vor größere Probleme mit dem Zeh und hat unter der Woche das Training abwarten müssen", sagte Rose, der sich beim Blick auf die Personalsituation insgesamt verhalten optimistisch zeigte: "Wir haben schon noch ein paar Fragezeichen, aber wir versuchen Richtung Samstag viele Ausrufezeichen daraus zu machen."

Hummels nicht voll fit, aber der Abwehrchef steht zur Verfügung

Sicher ist dagegen, dass Abwehrchef Mats Hummels zur Verfügung stehen wird - auch wenn er weiterhin mit Knieproblemen zu kämpfen hat. "Wir alle sehen, dass Mats noch nicht bei 100 Prozent angekommen ist", sagte Rose am Donnerstag, "und wir alle wünschen uns, dass das bald wieder der Fall ist. Vor allem wünschen wir uns, dass er schnell schmerzfrei ist." Denn das sei der Faktor, der ihn limitiere. "Er braucht die Fähigkeit, ohne Schmerzen jede Bewegung machen zu können. Daran arbeitet er sehr fleißig." Rose gab zu, dass vor allem Ruhe einem Fortschritt dienlich wäre, "die aber haben wir nicht". Erst recht nicht angesichts der zahlreichen anderen Verletzungssorgen, mit denen sich der BVB in diesen Wochen herumplagen muss.

Er braucht die Fähigkeit, ohne Schmerzen jede Bewegung machen zu können. Daran arbeitet er sehr fleißig.

Marco Rose

Immerhin ist bei einem Langzeitverletzung eine baldige Rückkehr in den Spielbetrieb absehbar: Abwehrspieler Dan-Axel Zagadou - der Hummels als linker Innenverteidiger vertreten könnte - ist nach überstandener Knieverletzung seit einer Woche wieder im Mannschaftstraining und arbeitet daran, bald wieder eine Option zu sein. "Auf diesen Tag", sagte Rose, "freue ich mich sehr. Denn alles, was ich von ihm bislang sehen konnte, ist richtig gut." Zunächst jedoch wird sich der Franzose, der in der Vergangenheit schon häufiger lange pausieren musste, Stabilität holen müssen.

Morey "geht Schritt für Schritt - und das ist sehr positiv"

Fortschritte macht indes auch Rechtsverteidiger Mateu Morey, der sich Anfang Mai schwer am Knie verletzte. Der Spanier befindet sich im lockeren Lauftraining, hat allerdings noch einen sehr weiten Weg vor sich - den allerdings geht der 21-Jährige voller Optimismus an. "Mateu habe ich heute Morgen getroffen. Er war verschwitzt und fleißig im Gym", berichtete Rose am Donnerstag, "er geht Schritt für Schritt - und das ist sehr positiv."

Matthias Dersch

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