Champions League

Rose: "Wir spielen, um weiterzukommen"

Mutig in die Hammergruppe mit Inter, Real und Schachtar

Rose: "Wir spielen, um weiterzukommen"

Mönchengladbachs Coach Marco Rose sieht den Duellen in der Champions League voller Selbstvertrauen entgegen.

Mönchengladbachs Coach Marco Rose sieht den Duellen in der Champions League voller Selbstvertrauen entgegen. imago images

Rose hätte längst ein Champions-League-Trainer sein können. Im Sommer 2019 verließ er RB Salzburg trotz der Qualifikation für die Königsklasse und wechselte zu Borussia Mönchengladbach. Eine Entscheidung, die er nicht bereuen musste. Mit den Fohlen schaffte er auf Anhieb Platz 4 und darf die Abende in der Königsklasse ab sofort auf der Trainerbank genießen. "Ich wusste, dass ich in Gladbach eine gute Mannschaft und gute Bedingungen vorfinden werde", sagt der 44-Jährige, "aber sicher zu sein, dass wir direkt in die Champions League marschieren, das wäre vermessen gewesen. Auf uns wartet eine große Herausforderung. Wir freuen uns darauf."

Inter Mailand, in der vergangenen Europa-League-Saison erst im Finale dem FC Sevilla mit 2:3 unterlegen, bescheinigt Rose eine "hohe individuelle Qualität". Das Team sei "physisch stark" und "verfügt über eine sehr gute Struktur gegen den Ball, verteidigt aktiv, presst sehr flexibel. Auf dem Platz sind sehr klare Abläufe zu erkennen." Trotz des großen Respekts vor dem Auftaktgegner geht Rose die Aufgabe aber selbstbewusst an: "Ich kann versprechen: Wir suchen in jedem Spiel unsere Chance und wollen den Sieg. So packen wir diese Gruppe an."

Dass es für Gladbach in dieser schwierigen Gruppe nur um Platz 3 gehe - außer Inter warten die Königlichen von Real Madrid, die seit 2013/14 viermal in der Königsklasse triumphierten sowie der ukrainische Dauermeister Schachtar Donezk - sieht Rose nicht so. Mutig betont er: "Wir spielen, um weiterzukommen. Eine andere Zielsetzung würde unserem Charakter widersprechen. Für die Champions League haben wir ein Jahr lang hart gearbeitet. Jetzt wollen wir in diesem Wettbewerb auch das Bestmögliche erreichen."

Der Wettbewerb selbst lag für den Spieler Marco Rose (65 Bundesligaspiele für Mainz 05) jenseits jeglicher Vorstellungskraft, wie er ehrlich einräumt. "Zu Spielerzeiten war die Champions League mit meinen Qualitäten unerreichbar." Selbst dass er einmal an der Seitenlinie stehen würde, sei ihm nicht in den Sinn gekommen: "Ans Trainerdasein habe ich damals noch nicht gedacht."

Im Interview im Montagkicker (hier als eMagazine), verrät Rose zudem, welche Fehler ihm aus seiner Anfangszeit als Trainer nicht mehr unterlaufen, warum seine ehemaligen Trainer Ralf Rangnick und Jürgen Klopp für die Entwicklung seiner eigenen Spielphilosophie wichtig waren, was ihm beim FC Bayern und dem FC Liverpool imponiert und ob er die erneute Champions-League-Qualifikation anpeilt.

jan/rr