Champions League

Rose: "Wir haben ein Endspiel vor der Brust"

Für den BVB heißt es in Lissabon: Verlieren verboten!

Rose: "Wir haben ein Endspiel vor der Brust"

BVB-Coach Marco Rose bei der Pressekonferenz zum Champions-League-Spiel bei Sporting Lissabon.

BVB-Coach Marco Rose bei der Pressekonferenz zum Champions-League-Spiel bei Sporting Lissabon. imago images/GlobalImagens

Mit 20 Spielern machte sich Borussia Dortmund am Dienstag auf den Weg nach Lissabon, nur 19 davon allerdings werden am Mittwochabend auf dem Spielberichtsbogen stehen - Ersatzkeeper Jan-Pascal Reckert ist nicht spielberechtigt. Allein dieses Detail verdeutlicht, dass die personelle Situation des BVB vor dem wichtigen Champions-League-Spiel bei Sporting Lissabon weiterhin höchst angespannt ist. Roman Bürki, der dritte Keeper, meldete sich kurzfristig mit Magen-Darm-Problemen ab. Abwehrchef Mats Hummels fehlt rotgesperrt. Die Angreifer Erling Haaland und Youssoufa Moukoko fehlen verletzt, Giovanni Reyna ebenso. Und zu allem Überfluss wurde am Montag Thorgan Hazard positiv auf das Corona-Virus getestet. Viel Auswahl bleibt Trainer Marco Rose also nicht, auch wenn in Nico Schulz ein Rückkehrer die Reise mitantrat.

Watzke: "In Lissabon gewinnen, dann ist das durch"

Am klaren Auftrag, den Hans-Joachim Watzke dem Team am Sonntag auf der Mitgliederversammlung erteilte, ändert die Personalsituation ohnehin nichts. "Das Thema einfach anpacken, in Lissabon gewinnen, dann ist das durch", forderte der BVB-Boss. Die Gemengelage ist schließlich durchaus komplex: Bei einer Niederlage mit zwei Toren Unterschied müsste die Borussia in der Europa League weitermachen, bei einer Niederlage mit einem Tor Unterschied käme es auf den letzten Spieltag an - Dortmund (daheim gegen Istanbul) allerdings hätte gegenüber Sporting (in Amsterdam) aufgrund des schlechteren Torverhältnisses (-4 zu +2) einen klaren Nachteil.

Bei einem Sieg wäre der BVB sicher im Achtelfinale

Bei einem Sieg hätte der BVB dagegen das direkte Duell gegen Lissabon gewonnen und wäre sicher im Achtelfinale der Königsklasse. Bei einem Remis müssten die Dortmunder am letzten Spieltag mindestens so viele Punkte holen wie Lissabon, auch dann wäre der BVB aufgrund des gewonnenen Direktvergleichs als Zweiter für die nächste Runde qualifiziert. Verlieren verboten also lautet die Devise für den BVB, für den das Überwintern in der Königsklasse sowohl finanziell als auch fürs Prestige von enormer Wichtigkeit ist. Nicht umsonst sprach Gregor Kobel, der Keeper der Borussia, am Dienstag von einem "Must-Win-Spiel".

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"Es ist eine spannende Gruppe, was das Thema Platz 2 angeht. Der Ausgang ist offen", sagte dessen Trainer Marco Rose wenig später in den Katakomben des Estadio José Alvalade XXI und betonte dann die Bedeutung der Partie: "Wir haben in der Champions League ein Endspiel vor der Brust." 

Rose: "Auf Unentschieden spielen ist keine Option"

In seiner Vorbereitung auf Sporting hat Rose erkannt, dass auf sein Team ein durchaus unangenehmer Gegner wartet, der im Hinspiel in Dortmund nur knapp mit 1:0 besiegt werden konnte. "Sie sind insgesamt eine gute Mannschaft, die sehr kopfballstark ist und viele Tore über Standards macht", sagte Rose. Der Plan der Portugiesen sei "relativ klar erkennbar, aber sie sind nicht einfach zu verteidigen. Es wird eine anspruchsvolle Aufgabe für uns." Von vornherein sich auf Absicherung zu konzentrieren, um einen Punkt zu sichern, könne dennoch nicht die Herangehensweise für sein Team sein: "Auf Unentschieden zu spielen ist keine Option. Das haut nicht hin, das funktioniert nicht."

Matthias Dersch

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