Bundesliga

Rose: "Wenn das nicht stimmt, haben wir ein Problem"

Gladbachs Punktlandung auf Rang sieben - oder sogar zweistellig?

Rose: "Wenn das nicht stimmt, haben wir ein Problem"

Wenigstens noch einmal jubeln: Gladbachs Trainer Marco Rose und sein Sportdirektor Max Eberl.

Wenigstens noch einmal jubeln: Gladbachs Trainer Marco Rose und sein Sportdirektor Max Eberl. picture-alliance

Zum Abschluss geht es für den aktuell Tabellenachten in Bremen darum, wenigstens die Teilnahme an der neu geschaffenen Conference League zu sichern. Einige Nummern größer waren die Ambitionen in den vergangenen beiden Jahren: Am letzten Spieltag der Vorsaison sicherten sich die Borussen mit einem 2:1 gegen Hertha die Teilnahme an der Champions League. Ein Jahr zuvor hatten die Fohlen am 34. Spieltag die Königsklasse noch durch ein 0:2 gegen Dortmund verpasst.

Platz 7 - dann wäre die Saison für Rose und Eberl gelungen

Und nun? Ein Trostpreis? Max Eberl betont schon seit Wochen, wie wichtig Platz 7 wäre, um international zu spielen, wenn auch in dem kleinsten Wettbewerb, der möglich ist. Konsens zwischen dem Sportdirektor und seinem Trainer: Laufen die Fohlen tatsächlich als Siebte ein, dann gilt die Saison als gelungen, trotz aller Rückschläge und Schwächephasen.

Auch für Marco Rose persönlich hängt eine Menge von diesem letzten Spieltag ab, wobei die Fohlen es noch nicht mal in der eigenen Hand haben, den Platz in Europa zu sichern. Nur wenn Union Berlin zum Abschluss nicht gegen RB Leipzig gewinnt, hat die Elf vom Niederrhein, einen eigenen Sieg vorausgesetzt, noch die Chance, sich das Ticket für Europa zu sichern.

Es droht auch Platz 10

"Zuallererst müssen wir natürlich unsere Hausaufgaben in Bremen erledigen, aber wir sind auf ein passendes Ergebnis in Berlin angewiesen", so Rose. "Wenn das nicht stimmt, dann haben wir ein Problem."

Im schlimmsten Fall könnten die Fohlen zum Abschluss sogar auf Platz 10 abstürzen und damit sogar die von Max Eberl oft beschworene "Einstelligkeit" verpassen. Das wäre dann die schlechteste Platzierung seit 2011, als sich Gladbach nur über die Relegation gegen den VfL Bochum rettete.

Seit Roses Abschiedsverkündung: Indiskutabler Punkteschnitt

Ganz unabhängig aber davon, ob Borussia auf den letzten Drücker tatsächlich noch das internationale Ticket löst, ist in Mönchengladbach die Phase seit der Abschiedsverkündung von Rose ein Desaster. Der Punkteschnitt seit der Ankündigung des Trainers, zur neuen Saison Borussia Dortmund zu übernehmen, liegt bei 0,87: Völlig indiskutabel angesichts des äußerst hochwertigen Kaders.

Erst nach dem Ende der Saison wolle er ins Detail gehen, was die Bewertung seiner Arbeit und Schlüsse daraus für seine weitere Karriere angeht, versichert Rose. Der Grundtenor ist allerdings schon klar: "Als Gruppe haben wir nicht konstant auf hohem Niveau funktioniert", gibt der scheidende Trainer zu.

Schöne Zahlen für "Werder-Schreck" Stindl

Einer der wenigen, der fast beständig in Topform agiert, ist Kapitän Lars Stindl, dem zum Ausklang wieder einmal eine ganz wichtige Rolle zukommt. Denn der Routinier ist im wahrsten Sinne des Wortes ein großer "Werder-Schreck". Nur gegen Bremen hat er bereits siebenmal getroffen (in 21 Spielen), dazu kommen vier Assists. Auch hat er gegen keine andere Mannschaft so oft gewonnen, elfmal. Überdies könnte der "Capitano" am Samstag ein Jubiläum erleben: Stindls nächstes Tor wäre das 50. für die Borussia.

Oliver Bitter

Das ist der EM-Kader der deutschen Nationalelf