EM

Cristiano Ronaldos Rekorde beim 3:0 in Ungarn: Fünf auf einen Streich

Portugal schlägt Ungarn durch drei Tore in der Schlussphase

Ronaldos Rekorde: Fünf auf einen Streich

Mann des Dienstagsabends in Budapest: Cristiano Ronaldo erzielte in seinem EM-Rekordspiel seine Rekordtore zehn und elf.

Mann des Dienstagsabends in Budapest: Cristiano Ronaldo erzielte in seinem EM-Rekordspiel seine Rekordtore zehn und elf. getty images

Es war eine lange Liste. Bester Torschütze Portugals, erster Spieler, der bei fünf Europameisterschaften zum Einsatz kam, dementsprechend auch erster Spieler, der bei fünf Endrunden mindestens ein Tor erzielte, erster Spieler, der in elf aufeinanderfolgenden Turnieren traf, und, das war wohl die bedeutendste Bestmarke, die Cristiano Ronaldo am Dienstagabend in der Budapester Puskas-Arena aufstellte: Mit seinen Treffern zum 2:0 und 3:0 stieg der 36-Jährige zum besten Schützen der EM-Historie auf.

Elf Tore, damit übertraf Ronaldo die Marke von Michel Platini, der sich den Rekord bislang mit dem Portugiesen bei neun Treffern geteilt hatte.

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Es war also einmal mehr ein großer Abend des Cristiano Ronaldo. Und doch: Als er sich nach dem Spiel erstmals äußerte, stellte er den Teamgedanken heraus. Die Rekorde? Nebensächlich. "Ich bin der Mannschaft sehr dankbar, dass sie mir geholfen hat, zwei Tore zu schießen", sagte Ronaldo.

Portugal ist in allen Statistiken obenauf

Weil Ungarn "sehr gut verteidigt" habe, sei es "ein schwieriges Spiel" gewesen - am Ende aber habe Portugal doch noch dreimal getroffen. So stand nach 90 umkämpften Minuten ein deutlicher Sieg zu Buche. Einer zwar, der verdient war, schließlich hatte die Elf von Trainer Fernando Santos deutlich mehr Torschüsse abgegeben (11:5), ein klares Plus in Sachen Ballbesitz verbucht (70 Prozent) und mehr Zweikämpfe gewonnen (52 Prozent) - es war aber auch ein Sieg, der unterschlug, wie schwer sich die Seleçao getan hatte.

Es mangelte an Tempo, Kreativität und Flexibilität, der Ballbesitz verkam zum Selbstzweck. Am Ende aber, und auch das gehörte zur Wahrheit, war der Titelverteidiger zur Stelle, als das Remis drohte. Der eingewechselte Rafa bereitete dreimal vor, erst traf Dortmunds Raphael Guerreiro - dann schlug Cristiano Ronaldo gleich doppelt zu und sicherte sich all die Rekorde.

lei