Bundesliga

Rolfes: "Am Ende weit oben!"

Leverkusen: Es läuft rund

Rolfes: "Am Ende weit oben!"

Simon Rolfes und Renato Augusto (li.)

Die Chemie stimmt bei Bayer: Simon Rolfes und Renato Augusto (li.). picture alliance

kicker: Ein paar Bayer-Fans skandierten in Bremen: "So spielt der Meister!". Stimmen Sie zu?

Simon Rolfes: Abgerechnet wird am Ende. Wir wollen uns positionieren, festbeißen und die Position mit allen Mitteln verteidigen.

kicker: Die Spielweise wirkt immer souveräner, fast meisterlich, oder?

Rolfes: Da will ich ja gar nicht widersprechen. Wichtig ist, dass wir Reaktionen zeigen. Gegen Köln hatten wir eine schlechte erste Halbzeit und haben uns dann in die Partie zurückgebissen und verdient gewonnen. Gegen Bremen haben wir uns minütlich gesteigert und hohe Bereitschaft gezeigt.

kicker: Sind das nicht Qualitäten, die ein Spitzenteam ausmachen?

Rolfes: Mit der Qualität werden wir am Ende der Saison sehr weit oben stehen, davon bin ich überzeugt. Aber die Voraussetzungen dafür können nur wir selbst schaffen.

kicker: René Adler meinte, Bruno Labbadia versuche, der Mannschaft das Bayern-Gen einzuimpfen. Wie sieht das genau aus?

Früher hätten wir einen Barnetta nicht zur Schonung draußen lassen können.

Simon Rolfes

Rolfes: Er will uns davon überzeugen, dass wir überall gewinnen können. Auch vor dem Spiel in Bremen war dies die Kernaussage. Und zur Halbzeit hat er uns aufgefordert, noch eine Schippe drauf zu legen. Seine Philosophie ist es, gewinnen zu wollen.

kicker: Warum klappte das zuletzt so häufig?

Rolfes: Weil die Zusammenarbeit stimmt. Und weil wir eine klasse Mannschaft haben mit einer guten Struktur. Neuzugänge wie Henrique, Renato Augusto, Kadlec oder Helmes haben die Qualität deutlich erhöht. Auch die Bank zeugt von unserer neuen Stärke. Früher hätten wir einen Barnetta nicht zur Schonung draußen lassen können.

kicker: In der vergangenen Saison gab es auch viel Lob für Ihre Mannschaft, die dann den internationalen Wettbewerb verpasste. Warum passiert dies nicht wieder?

Rolfes: Weil wir gesehen haben, was man verpassen kann, wenn man nicht über die Schmerzschwelle geht. Diese Erfahrung, am letzten Spieltag von vier auf sieben zu rutschen, prägt. Der Trainer hat vom ersten Tag an dagegen gearbeitet, wir ziehen mit. Und ganz ehrlich: Das Fehlen der Doppelbelastung hilft uns, gar keine Frage.

Frank Lußem