Bundesliga

Leverkusen: Rolfes fordert "Respekt" vor Schlusslicht Fürth

Leverkusens Sportdirektor betont Fokus auf eigene Leistung

Rolfes fordert "Respekt" vor Schlusslicht Fürth

Will oben angreifen: Sportdirektor Simon Rolfes.

Will oben angreifen: Sportdirektor Simon Rolfes. imago images/Contrast

Die Karten sind eindeutig verteilt. Vielleicht zu eindeutig, um eine absolut konzentrierte Leistung abzuliefern. Schließlich empfängt die Werkself, bei der Torjäger Patrik Schick nach Klubangaben am Mittwoch nur aus Gründen der Belastungssteuerung die Einheit vorzeitig beendet hatte, als Tabellendritter nach einem überzeugenden 3:1-Sieg in Leipzig das Schlusslicht aus Fürth.

Der Aufsteiger hält abgeschlagen mit nur einem Punkt aus 13 sieglosen Partien und elf Niederlagen in Serie die Rote Laterne. Ein Fakt, der Simon Rolfes nicht interessiert. "Trotzdem muss man das seriös angehen", fordert Leverkusens Sportdirektor, "mit Respekt." Um dies zu unterstreichen, verweist der Ex-Profi auf den einen oder anderen Großen, der sich zumindest nicht locker und leicht gegen die SpVgg durchgesetzt hat. "Da haben sich schon gute Mannschaften schwergetan", warnt, Rolfes, "wir wollen unbedingt gewinnen."

Vor vier Wochen haben wir noch ganz andere Diskussionen geführt.

Rolfes

Um den jüngsten Aufwärtstrend nach einer Durststrecke mit nur zwei Punkten aus vier Spielen nicht direkt wieder abzuwürgen. "Wir hatten eine Delle, aus der kommen wir gerade gut raus", ordnete der Sportdirektor die jüngsten Erfolgserlebnisse in Liga und Europa League eher defensiv ein. Zu Jubelstürmen sieht er noch keinen Anlass. "Vor vier Wochen haben wir noch ganz andere Diskussionen geführt", merkt er mit Blick auf das Tief im Oktober an, als Bayer um den Anschluss an die Champions-League-Ränge kämpfen musste.

Und Rolfes wird nicht müde, eine bessere Siegermentalität einzufordern. "Der Fokus muss auf uns liegen", lässt er das Schlusslicht als Gast nicht als Ausrede für mangelnde Konzentration gelten. "Wir müssen jeden Tag hart arbeiten, um zu gewinnen. Egal, wie die Tabellensituation aussieht."

Der grundsätzliche Ansatz, immer das Beste aus sich herauszuholen, steht für Rolfes über allem. Diesen erwartet er auch von seinen Profis. "Dann", sagt der 39-Jährige, "dann bin ich überzeugt, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen."

Stephan von Nocks

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